Sandberg, Statistischer Bezirk im Nordwesten von Nürnberg, Deutschland
Sandberg ist ein statistisches Viertel im Nordwesten Nürnbergs und erstreckt sich zwischen dem Klinikum Nord, dem Johannisfriedhof, der Pegnitz und dem Westfriedhof. Das Gebiet umfasst überwiegend Wohnblöcke aus dem frühen 20. Jahrhundert mit breiten Straßen, grünen Flächen und einer klaren, geordneten Struktur.
Bis weit ins 19. Jahrhundert war das heutige Sandberg freies Feld im Gemeindegebiet von Wetzendorf, durch das die Schnieglinger Straße, die alte Landstraße nach Schniegling und Fürth, verlief. In den 1890er Jahren begann entlang der Johannisstraße und im innenstadtnahen Osten die Bebauung mit Wohn- und Gewerbeblöcken; die denkmalgeschützten Häuser Helmstraße 14 sowie Johannisstraße 132 und 134 stammen aus dieser Zeit. 1899 wurde Wetzendorf und damit Sandberg nach Nürnberg eingemeindet. Bis in die 1920er Jahre hieß das Gebiet auf Stadtplänen „Neu-Wetzendorf“; der Name Sandberg geht auf den Abbau von Scheuersand zurück.
Der Name Sandberg geht auf den Abbau von Scheuersand zurück, an den die Sandbergstraße westlich des Johannisfriedhofs erinnert. Etwa beim heutigen Westbad lag das Poetenwäldchen, Versammlungsort des Pegnesischen Blumenordens von der Gründung 1644 bis zum Umzug in den Irrhain bei Kraftshof 1678; ein Denkmal in Form eines Lesepults steht inmitten eines kleinen Amphitheaters aus Steinblöcken. In der stillgelegten Bayerischen Metallwarenfabrik erscheinen im Sandberg-Verlag die Publikationen des Vereins Geschichte für alle, und im Haus Wilhelm-Marx-Straße 8 produziert und verkauft die Lebküchnerei Fraunholz.
Das Viertel ist gut mit Straßenbahnen verbunden, mit Haltestellen am Johannisfriedhof, Julienstraße und Westfriedhof, die Einwohnern und Besuchern tägliche Verbindungen ins Zentrum ermöglichen. Die Gegend lässt sich gut zu Fuß erkunden, da die meisten Attraktionen zu Fuß erreichbar sind.
Das Westbad ist das besucherstärkste der drei städtischen Freibäder Nürnbergs, nicht das größte. Es hat einen 10-Meter-Sprungturm und ein 50-Meter-Schwimmbecken und wurde 2010/2011 umfassend umgebaut. Etwa an seiner Stelle lag das Poetenwäldchen, Versammlungsort des Pegnesischen Blumenordens von der Gründung 1644 bis zum Umzug 1678; daran erinnert ein Denkmal in Form eines Lesepults in einem kleinen Amphitheater aus Steinblöcken.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.245 Mitwirkenden weltweit.