Tumulus von Evessen, Grabhügel in Evessen, Deutschland
Der Tumulus von Evessen ist ein großes Erdwerk mit einem Durchmesser von 34 Metern und einer Höhe von 6 Metern, das sich deutlich in der norddeutschen Landschaft abhebt. Die Oberfläche wurde nie archäologisch erforscht und bewahrt ihre ursprüngliche Struktur.
Der Hügel stammt aus der späten Jungsteinzeit oder frühen Bronzezeit vor etwa 3000 Jahren und gehört zu einer Gruppe von Bestattungsplätzen zwischen Elm und Asse. Im Jahr 1945 wurde der Tumulus als Naturdenkmal unter Schutz gestellt.
Der Hügel war bis 1808 ein Versammlungsort für das Vogtei-Gericht, wo Urteile in Familie- und Nachbarschaftsangelegenheiten gesprochen wurden. Diese Funktion zeigt, wie wichtig der Ort in der lokalen Gesellschaft war.
Der Hügel ist frei zugänglich und kann jederzeit besucht werden, wobei er bereits von Ferne sichtbar ist und zu Fuß leicht erreichbar ist. Die Lage in der freien Landschaft macht einen Spaziergang zum Ort einfach und lohnend.
Auf der Spitze des Hügels wächst ein etwa 800 Jahre alter Lindenbaum, der 2022 zum Nationalen Naturdenkmal erklärt wurde. Der Stamm trägt zahlreiche eingeschlagene Nägel aus historischen Zeiten.
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