Galgenberg, Archäologische Stätte und Naturdenkmal in Vahlberg, Deutschland.
Der Galgenberg ist ein etwa 20 Meter breiter und vier Meter hoher Grabhügel in Klein Vahlberg in Niedersachsen. Er liegt auf einer leichten Anhöhe mit weiter Aussicht über das Braunschweiger Land, und auf seiner Kuppe steht eine Eiche. Seit März 1945 steht er als Naturdenkmal unter Schutz.
Der Hügel wurde um 1800 v. Chr. über zwei Bestattungen der Glockenbecherkultur und einem beigabenlosen Grab aufgeschüttet. In der späten Bronzezeit wurde er in Etappen erhöht, und in der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts n. Chr. wurde eine ältere Frau mit Glasperlen und vergoldeten Bronzebeschlägen darin bestattet. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit diente die Erhebung als Richtstätte, daher der Name.
Der Name Galgenberg erinnert an die Nutzung des Hügels als Richtstätte im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Heute steht eine einzelne Eiche auf dem Grabhügel, der seit März 1945 als Naturdenkmal geschützt ist.
Der Ort liegt etwas abseits der Hauptwege, daher sollte man lokal fragen oder auf Wegweiser achten. Das Terrain ist leicht zu begehen, aber es ist ratsam, festes Schuhwerk zu tragen und die Umgebung zu jeder Jahreszeit zu erkunden.
Die in der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts im oberen Teil des Hügels bestattete Frau war 1,57 Meter groß und von graziler Statur. Ihr Grab lag 1,4 Meter über einer Steinpackung und 2,2 Meter unter der Oberfläche. Zwei Schilddornschnallen aus vergoldeter Bronze und eine gegossene Riemenzunge im Tierstil gehörten zu einer Wadenbindergarnitur, wie sie wohlhabende fränkische und alemannische Frauen trugen.
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