Ösel, Kalkhügel in Denkte, Deutschland.
Der Ösel-Berg ist ein Kalksteinhügel in Denkte, der sich etwa 156 Meter über dem Meeresspiegel erhebt und Teil der Ostbraunschweigischen Hügellandschaft darstellt. Die Hänge sind geprägt von Wiesen und zahlreichen alten Gruben, die das Gesicht des Berges deutlich prägen.
Im Jahr 1425 verlieh Herzog Bernhard Bürgern aus Braunschweig die Genehmigung, Steine aus dem Ösel-Berg zu brechen. Dieses Gestein wurde später zum Bau der Festung Wolfenbüttel verwendet und machte den Hügel zu einem wichtigen Rohstofflieferanten der Region.
Der Name des Hügels ist in den Quellen nicht belegt; wer heute kommt, findet einen durch intensive Schafhaltung entstandenen Magerrasen, einst typisch für weite Teile des Ostbraunschweigischen Hügellands. Seit den 1980er Jahren betreut der BUND das Landschaftsschutzgebiet, seit den 1990er Jahren wird wieder beweidet. Stellenweise stehen sehr alte Kirschbäume, und ab Anfang Juli fressen Raupen des Wolfsmilchschwärmers an den Wolfsmilchgewächsen.
Der Hügel ist von einem kleinen Parkplatz zwischen Neindorf und Kissenbrück aus zugänglich, von wo aus landwirtschaftliche Wege nach oben führen. Das Gelände eignet sich gut zum Wandern und Radfahren, wobei man die Hänge erkunden kann.
Der artenreiche Magerrasen blieb durch Schafhaltung erhalten: bis in die 1950er Jahre und wieder seit den 1990er Jahren. Die Gelbe Spargelerbse (Tetragonolobus maritimus) hat hier einen von nur zwei Standorten in Niedersachsen, zusammen mit Dänischem Tragant und Karthäuser-Nelke. Seit den 1980er Jahren pflegt der BUND das Landschaftsschutzgebiet.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.988 Mitwirkenden weltweit.