St. Michael, Kirchengebäude in Würzburg, Deutschland.
St. Michael ist eine nach Westen ausgerichtete Emporenbasilika mit vierjochigem Langhaus, angedeuteten Querhausarmen und apsidialem Chor, die von 1765 bis 1798 durch Johann Philipp Geigel und Johann Michael Fischer erbaut wurde. Die Portalseite im Osten ist als repräsentative Schaufassade nach dem Vorbild des römischen Barock gestaltet, und über der Vierung steht der Chorturm mit dem Geläut; innen wölbt eine Flachkuppel die Vierung, außen trägt sie einen Dachreiter.
An dieser Stelle stand Anfang des 13. Jahrhunderts eine der heiligen Agnes geweihte Kapelle; nach dem Einzug der Klarissen 1220 wurde das Kloster um 1257 umgebaut. Die Jesuiten nutzten den Komplex ab 1561 und errichteten 1606–1610 ihre erste Kirche. Die heutige Kirche wurde von 1765 bis 1798 durch Johann Philipp Geigel und Johann Michael Fischer erbaut; nach einem Bombenangriff am 16. März 1945 brannte sie aus und wurde 1955 geweiht.
Die Basilika ist ein Ort der Andacht für die katholische Gemeinde Würzburgs, wo regelmäßige Gottesdienste stattfinden und Besucher die barocke Innenausstattung erleben können. Der Raum wird von gläubigen Menschen geprägt, die hier zu besonderen Anlässen zusammenkommen.
Das Gebäude befindet sich in der Josef-Stangl-Platz 1 und ist von Montag bis Sonntag während der Tageslichtstunden zugänglich. Besucher sollten bedenken, dass aktive Gottesdienste stattfinden und die Kirche manchmal wegen religiöser Veranstaltungen geschlossen sein kann.
Die figürliche Ausstattung in Alabasterstuck schuf Heinrich Gerhard Bücker von 1988 bis 1991 nach den Visionen der Johannesoffenbarung. Im Zentrum steht eine sechs Meter hohe Christusfigur, über der Flachkuppel der hebräische Gottesname im Dreieck, und drei ovale Deckengemälde messen 4,2 auf 5,2 Meter. Die einzige erhaltene Glocke aus dem 16. Jahrhundert läutete jahrzehntelang allein, bis 2013 drei Glocken namens Kilian, Kolonat und Totnan hinzukamen.
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