Bodensee-Naturmuseum, Naturkundemuseum in Konstanz, Deutschland.
Das Naturmuseum am Bodensee in Konstanz prasentiert ausgestopfte Tiere, Gesteinsammlungen und Dioramen, die die verschiedenen Lebensraume rund um das Seeufer zeigen. Die Ausstellungen vermitteln einen Eindruck davon, welche Pflanzen und Tiere in dieser Region heimisch sind und wie ihre Lebensraume beschaffen sind.
1871 eröffnete der Konstanzer Apotheker und Ratsherr Ludwig Leiner das Rosgartenmuseum im ehemaligen Zunfthaus „Zum Rosengarten“, das auch Naturalien beherbergte. Den Grundstock der naturkundlichen Sammlung bildeten Leiners Käfer, Schmetterlinge, Mineralien und Fossilien sowie die 1868 von der Stadt für 500 Gulden erworbene Vogelsammlung Karl Spackholz' mit 500 Exemplaren. 1999 zog das Museum mit 3,3 Millionen DM städtischer Investition ins oberste Stockwerk des Sea-Life-Centers in Klein-Venedig.
Das Museum zeigt, wie die Menschen am Bodensee seit langem von der Natur des Sees abhängen und wie diese Abhängigkeit sichtbar wird in den Ausstellungen über die Tierwelt und Pflanzen der Region. Die Besucher erkennen hier, welche Lebensräume für die Gegend charakteristisch sind und wie wichtig sie für das Leben vor Ort bleiben.
Das Museum liegt im obersten Stockwerk des Sea-Life-Centers in Klein-Venedig nahe der Schweizer Grenze; die Glasfassade mit der weißen Aufschrift „Bodensee Naturmuseum“ und dem blauen Vogel kennzeichnet das Gebäude. Ein 2015 eingerichteter Computer liefert genauere Angaben zu den einzelnen Exponaten. Regelmäßig finden Familien-Nachmittage und Veranstaltungen für Kinder aller Altersstufen statt.
In den Depots des Museums lagern über 30.000 Objekte, darunter etwa 18.000 präparierte Insekten, rund 5.000 Fossilien und etwa 2.200 Mineralien, überwiegend aus dem Bodenseeraum. Unter den Pflanzenbelegen wurde das Leiner-Herbar mit rund 16.000 Belegen zwischen 2002 und 2004 restauriert und katalogisiert; dabei kamen 23 Typusbelege der Gattung Hieracium zum Vorschein.
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