Konstanz, Universitätsstadt am Bodensee, Deutschland
An der Schweizer Grenze gelegen erstreckt sich die Stadt über 55 Quadratkilometer auf 395 Metern Höhe am Bodensee. Historische Bauten stehen neben modernen Vierteln, während Fährverbindungen die Altstadt mit umliegenden Gemeinden verbinden.
Römische Siedler gründeten hier im ersten Jahrhundert ein Kastell. Zwischen 1414 und 1418 versammelte das Konzil Kirchenführer und Herrscher zur Beendigung des abendländischen Schismas, wobei Jan Hus 1415 hingerichtet wurde. Die Stadt gehörte ab 1806 zu Baden.
Die Universität prägt das Stadtleben durch ihre etwa 11.000 Studierenden und Forschungsinstitute, während das Münster und mehrere Theater das kulturelle Angebot erweitern. Regionale Traditionen verbinden sich mit akademischem Austausch über die Grenze hinweg.
Bahnverbindungen führen nach München, Zürich und Stuttgart, während Fähren zur Insel Mainau und nach Meersburg verkehren. Das Zentrum bleibt fußgängerfreundlich, mit Geschäften, Restaurants und mehreren Museen. Fahrradwege verlaufen entlang des Seeufers und in die Schweiz.
Während des Zweiten Weltkriegs blieb die Stadt nachts beleuchtet, um als Teil der neutralen Schweiz zu erscheinen und Bombardierungen zu vermeiden. Diese Strategie bewahrte die historische Bausubstanz weitgehend vor Zerstörung.
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