Wollmatinger Ried - Untersee - Gnadensee, Naturschutzgebiet am Bodensee, Deutschland
Das Wollmatinger Ried - Untersee - Gnadensee ist ein Naturschutzgebiet am westlichen Bodensee, das sich zwischen Konstanz und der Halbinsel Reichenau erstreckt. Es umfasst ausgedehnte Schilfflächen, feuchte Wiesen und Auenwälder direkt am Ufer des Untersees und des Gnadensees.
Das Gebiet wurde 1938 unter Schutz gestellt und gehört damit zu den ältesten Naturschutzgebieten am Bodensee. Im Jahr 1976 wurde es als Ramsar-Feuchtgebiet international anerkannt und erlangte damit einen Status, der grenzüberschreitenden Schutz sichert.
Das Wollmatinger Ried ist eines der wenigen Orte am Bodensee, an dem man Vögel wie die Rohrweihe oder den Haubentaucher aus nächster Nähe beobachten kann. Entlang der Wege öffnen sich immer wieder freie Blicke auf Schilfflächen, in denen es bei ruhigem Wetter von Vogelstimmen wimmelt.
Der Zugang ist auf markierten Wegen möglich, zum Beispiel entlang des Reichenauer Damms oder beim Campingplatz Hegne. Teile des Gebiets sind für Besucher gesperrt, um empfindliche Zonen zu schützen, daher sollte man unbedingt auf den Wegen bleiben.
Im Gebiet befinden sich mehrere kleine, unbewohnte Inseln wie der Triboldingerbohl und der Langbohl, die für die meisten Besucher unsichtbar bleiben, weil sie nicht betreten werden dürfen. Gerade diese Abgeschiedenheit macht sie für brütende Wasservögel so wertvoll.
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