Schloss Castell, Herrensitz in Tägerwilen, Schweiz.
Schloss Castell ist ein Herrenhaus aus Stein auf dem Seerücken bei Tägerwilen im Kanton Thurgau, Schweiz. Das Gebäude steht inmitten eines weitläufigen Anwesens aus Feldern und Wäldern, das auf den Bodensee und die Insel Reichenau blickt.
Das Schloss erhielt 1725 eine grundlegende Erneuerung und wurde zwischen 1878 und 1894 vom Architekten Emil Otto Tafel im Stil der Neorenaissance umgebaut. Dieser Umbau spiegelt die damaligen architektonischen Vorlieben wohlhabender Familien in der Ostschweiz wider.
Der Name des Schlosses geht auf eine adelige Familie zurück, die das Anwesen über mehrere Generationen prägte und die Anlage nach ihren Vorstellungen gestaltete. Diese Verbindung zeigt sich heute noch in der Art, wie Gebäude und Parkanlage aufeinander abgestimmt sind und gemeinsam auf den Bodensee ausgerichtet wirken.
Das Schloss ist in Privatbesitz und beherbergt einen aktiven Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, weshalb der Zugang für Besucher sehr begrenzt ist. Wer das Gelände erkunden möchte, sollte sich vorab informieren, welche Bereiche öffentlich zugänglich sind, und die laufenden Arbeiten auf dem Anwesen respektieren.
Im Inneren des Herrenhauses befindet sich eine Nachbildung des maurischen Saals der Alhambra in Granada, ein vollkommen unerwarteter mediterraner Einfluss in einem Schweizer Gebäude. Dieser Raum zeigt die exotischen Interessen der Bewohner des 19. Jahrhunderts auf eine sehr direkte und greifbare Weise.
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