Schloss Girsberg, Regionales Schloss in Kreuzlingen, Schweiz
Schloss Girsberg, auch Mittel-Girsberg genannt, steht in Emmishofen, einem Ortsteil von Kreuzlingen. Der Neubau von 1790 durch das Kloster Zwiefalten ersetzte das alte Schloss durch einen mehrstöckigen Wohnsitz, der als Statthalterei diente. Im heutigen Türmchen hängt eine Glocke von 1762, gegossen von Leonhard Rosenlächer, aus der um 1840 abgebrochenen Schlosskapelle.
1473 erstmals erwähnt, ging Girsberg durch viele Hände, darunter 1518 der Konstanzer Arzt Ulrich von Wengy und von 1679 bis 1803 das Kloster Zwiefalten. Das Kloster liess das Schloss 1790 neu erbauen. 1840 erhielten Amélie Macaire, die es geerbt hatte, und ihr Mann Graf Friedrich von Zeppelin Girsberg als Weihnachtsgeschenk; ihr Sohn Ferdinand, der Luftschiffpionier, war ab 1870 alleiniger Besitzer.
Die frühere Gutsscheune, landwirtschaftlich nicht mehr genutzt, wurde 2002–2003 in eine «Kulturscheune» umgebaut. Seither beherbergt sie ein Puppenmuseum und ein Gedächtniszimmer für Ferdinand Graf von Zeppelin, der Girsberg ab 1870 besass und dort die Sommermonate verbrachte.
Schloss Girsberg steht in Emmishofen, einem Ortsteil von Kreuzlingen im Kanton Thurgau. Die ehemalige Gutsscheune, 2002–2003 zur «Kulturscheune» umgebaut, beherbergt heute ein Puppenmuseum und ein Gedächtniszimmer für Ferdinand Graf von Zeppelin. Das Schloss selbst ist in Privatbesitz und nicht zu besichtigen; man betrachtet es von aussen.
Ferdinand von Zeppelin, geboren 1838, verbrachte seine Sommer auf Girsberg und war ab 1870 alleiniger Besitzer. Zu seinem 70. Geburtstag am 8. Juli 1908 zog fast das ganze Dorf Emmishofen mit einem Fackelzug zum Schloss, und die dorfeigene Feuerwerkfabrik Alois Müller brannte ein Feuerwerk ab.
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