Schirndinger Pass, Gebirgspass im östlichen Selb-Wunsiedeler Hochland, Deutschland.
Der Schirndinger Pass ist ein 450 m ü. NHN hoher Talpass im Osten der Selb-Wunsiedler Hochfläche, wo die Röslau zwischen Schirnding und Pomezí nad Ohří auf deutschem Gebiet ins Egerbecken durchbricht. Die Röslau trennt hier den Selber Forst im Norden vom Kohlwald im Süden; parallel verlaufen die Bundesstraße 303 und die Bahnstrecke Nürnberg–Cheb.
Die Passage war seit dem 11. Jahrhundert ein wichtiger Handelsweg zwischen Nürnberg und Eger und prägte damit die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Diese Route ermöglichte es Kaufleuten, verschiedene Handelszentren über Creussen zu verbinden und die lokale Besiedlung entlang des Verkehrsweges zu fördern.
Der Pass liegt an der einstigen Grenze des Fürstentums Bayreuth zum Königreich Böhmen, die die Burg Hohenberg sicherte. Die auf einer 125 Meter über der Eger aufragenden Felskuppe gelegene Burg war nach der Plassenburg die wichtigste Festung des Markgraftums Brandenburg-Kulmbach-Bayreuth. Heute ist sie Station der Burgenstraße von Bayreuth nach Eger.
Die Bundesstraße B303 und die Bahnstrecke Nürnberg-Cheb führen beide durch die Passage und bieten direkten Zugang mit Fahrzeugen und Zügen. Der Ort ist gut erreichbar und wird heute hauptsächlich von Durchreisenden genutzt, die zwischen den beiden Regionen verkehren.
Die Röslau fließt in der Nähe und trennt zwei Waldgebiete, den Selber Wald im Norden vom Kohlwald im Süden. Dieses Flusssystem hat die Landschaftsform geprägt und schuf eine natürliche Grenze zwischen den Waldregionen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.108 Mitwirkenden weltweit.