Pauluskirche, Lutherische Kirche in Duesternbrook, Kiel, Deutschland
Die Pauluskirche ist ein Kirchengebäude in Duesternbrook, das mit seinem 55 Meter hohen Turm auf einem Hügel von 22 Metern Höhe ein markantes Wahrzeichen darstellt. Das Bauwerk ist von der Kieler Förde aus sichtbar und dient als Orientierungspunkt für Schiffe, die die Bucht durchfahren.
Der Bau entstand zwischen 1878 und 1882 als Garnisonkirche der preußischen Marinebasis Kiel und stand lange unter militärischer Nutzung. Nach 1918 wandelte sich die Kirche in ein ziviles Gotteshaus um und dient seit damals der Gemeinde.
Die Kirche enthält Gedenktafeln für Marineverluste von 1849 bis 1913, darunter Einsätze in den deutschen Kolonien. Eine Tafel aus grauem Marmor neben dem Eingang nennt vier Besatzungsmitglieder des 1913 verunglückten Marineluftschiffs L 1. Im nördlichen Seitenschiff erinnert eine Gedenkstätte der Heiligengeist-Gemeinde von 1965 an militärische und zivile Kriegsopfer beider Weltkriege.
Das Kirchengrundstück erreicht man mit dem Fahrzeug über die relativ steile Zufahrt, die zwischen Hausnr. 7 und 9 von der Kirchenstraße abzweigt. Das Nordportal bietet einen barrierefreien Zugang; für Rollstuhlfahrende sind geeignete Toiletten im benachbarten Gemeindehaus (Paulus-Pavillon) vorhanden.
Die erhaltene Glocke von 1659, gegossen in Frankfurt/Oder, kam erst nach 1945 vom Hamburger Glockenfriedhof nach Kiel, nicht nach dem Ersten Weltkrieg. Sie wiegt 590 kg, misst 115 cm im Durchmesser und klingt im Schlagton gis'. Zwei weitere Glocken goss 1964 die Gießerei F.W. Schilling in Heidelberg, mit 904 kg und 420 kg.
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