Pauluskirche, Lutherische Kirche in Duesternbrook, Kiel, Deutschland
Die Pauluskirche ist ein Kirchengebäude in Duesternbrook, das mit seinem 55 Meter hohen Turm auf einem Hügel von 22 Metern Höhe ein markantes Wahrzeichen darstellt. Das Bauwerk ist von der Kieler Förde aus sichtbar und dient als Orientierungspunkt für Schiffe, die die Bucht durchfahren.
Der Bau entstand zwischen 1878 und 1882 als Garnisonkirche der preußischen Marinebasis Kiel und stand lange unter militärischer Nutzung. Nach 1918 wandelte sich die Kirche in ein ziviles Gotteshaus um und dient seit damals der Gemeinde.
Die Pauluskirche ist ein Ort der Erinnerung an Kriegsereignisse und Seefahrtsunglücke, mit Gedenktafeln, die an Schicksale von Seeleuten und Soldaten erinnern. Diese Inschriften prägen die Atmosphäre des Innenraums und zeigen, wie eng die Kirche mit der maritimen Geschichte Kiels verflochten ist.
Die Kirche beherbergt zwei Orgeln, die das Innenleben des Raumes prägen: ein großes Instrument mit zahlreichen Registern und eine kleinere Orgel im Chorbereich. Beide Instrumente sind historische Werke verschiedener Orgelbauer und tragen zur Qualität des Gesangs bei.
Eine der Glocken stammt aus dem Jahr 1659 und wurde in Frankfurt/Oder gegossen, bevor sie nach dem Ersten Weltkrieg vom Hamburger Glockensfriedhof erworben wurde. Diese alte Glocke verbindet damit verschiedene Epochen und Orte deutscher Geschichte in einem einzigen Instrument.
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