St. Martin, Römisch-katholische Kirche in Giesen, Deutschland
St. Martin ist eine römisch-katholische Kirche in Giesen. Die spätromanische Kapelle, um 1250 errichtet, ist ein Bruchsteinbau mit einem Westturm, der von einer Schieferpyramide bekrönt wird. 1971–1972 wurde nach Entwürfen von Hubert Ohmes ein östlicher Querriegel angebaut, der den alten Turm und ältere Dachteile einbezieht.
Die Kapelle entstand im 13. Jahrhundert unter der Aufsicht des Archidiakons von St. Andreas in Hildesheim. Später wurde sie zu einer eigenständigen Pfarrkirche, um den wachsenden katholischen Gemeinden in der Gegend zu dienen.
Die Kapelle wurde 1941 zur Pfarrvikarie und Kirchengemeinde erhoben, nicht 1973, als die Kaliindustrie mehr Katholiken nach Klein und Groß Giesen brachte. Das Jahr 1973 bezeichnet die Konsekration der erweiterten Kirche durch Bischof Heinrich Maria Janssen. Seit 2014 ist St. Martin eine Filialkirche der Pfarrgemeinde St. Vitus mit Sitz in Giesen.
Die Kirche steht in Klein Giesen, heute Gemeinde Giesen. Der Westturm mit grüner Kupferhaube und der östliche Erweiterungsbau von 1971/72 sind von außen sichtbar; der Innenraum ist zu Gottesdiensten geöffnet. Das Gebäude ist als Einzeldenkmal zusammen mit Kapelle, Pfarrhaus/Schulhaus und Friedhof geschützt.
Bewohner des Ortes baten im 17. Jahrhundert um Erlaubnis, lokale Gottesdienste abzuhalten, da Winterreisen zu anderen Kirchen gefährlich waren. Dieser Antrag führte schließlich dazu, dass die Kapelle an Bedeutung gewann und später ausgebaut wurde.
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