Lange Dreisch und Osterberg, Naturschutzgebiet in Hildesheim, Deutschland
Lange Dreisch und Osterberg ist ein Naturschutzgebiet in Nordwest-Hildesheim mit über 200 Hektar Fläche, das Kalkwiesen, Wälder, Gebüsch und offene Grasflächen verbindet. Das Gelände zeigt ein Mosaik aus verschiedenen Lebensräumen, die ineinander übergehen und zahlreiche Tier- und Pflanzenarten beherbergen.
Das Areal war ursprünglich Gemeindeweideland, wurde 1937 als Schießplatz für das Militär umgewandelt und diente Jahrzehnte lang der Wehrmacht und später der Bundeswehr. Nach der Schließung 2007 erfolgte die Umwandlung in ein Naturschutzgebiet, um die einzigartige Natur zu bewahren.
Schafe grasen hier wie seit Generationen und helfen dabei, die Kalkwiesen offen und vielfältig zu halten. Diese traditionelle Bewirtschaftung ist das Rückgrat für die seltenen Pflanzen und Tiere, die hier leben.
Das Gelande ist offen zugänglich und ideal zum Wandern oder Spaziergang, besonders auf den Wiesenwegen und Waldpfaden. Besucher sollten beachten, dass die Landschaft empfindlich ist und man auf den gekennzeichneten Wegen bleiben sollte, um seltene Arten zu schützen.
Alte Munitionsbunker, die während der Militärzeit zurückblieben, dienen heute Fledermäusen als Winterquartiere. Besonders faszinierend sind die temporären Gewässer, in denen die Kiemenfußkrebse leben, eine Urzeit-Spezies, die seit Millionen Jahren existiert.
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