Villa Kogge, Standesamt in Charlottenburg, Berlin, Deutschland
Die Villa Kogge ist ein denkmalgeschütztes Wohngebäude im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, das heute als Standesamt dient. Im Inneren dominiert eine zentrale Halle mit Oberlicht, die sich über mehrere Geschosse erstreckt und nach klassischen Renaissanceprinzipien gestaltet wurde.
Der Holzkaufmann Carl Albert Friedrich Kogge ließ die Villa zwischen 1864 und 1866 an der damaligen Adresse Lützow 12 als Privatwohnsitz errichten. Im 21. Jahrhundert wurde das Gebäude umfassend renoviert und der Bezirksverwaltung als Standesamt übergeben.
Der Name der Villa erinnert an den Holzhändler Carl Albert Friedrich Kogge, der sie für seine Familie errichten ließ. Seit 1959 dient sie nur noch als Standesamt und zählt zu den 100 beliebtesten Trauungsorten Deutschlands. Schon 1933 sollen hier der Boxer Max Schmeling und die Schauspielerin Anny Ondra geheiratet haben; 1977 gaben sich Hildegard Knef und Paul Freiherr von Schell in der Villa das Jawort.
Die Villa steht frei in einem parkartigen Garten nahe dem Anger des ehemaligen Dorfes Alt-Lietzow, zurückgesetzt hinter einer niedrigen Steinmauer; eine breite graue Steintreppe führt zum rundbogigen Haupteingang an der Ostseite. Die vier Fassaden sind unterschiedlich gestaltet, der Eingang liegt also nicht auf der Straßenseite. Im Inneren erschließt eine mehrgeschossige, durch ein Oberlicht erhellte Zentralhalle das Obergeschoss.
Die vier Fassaden zeigen jeweils unterschiedliche architektonische Stilelemente mit vorspringenden Abschnitten und Anbauten, was das Gebäude von anderen Charlottenburger Wohnhäusern abhebt. Diese Gestaltung macht es zu einem der ältesten erhaltenen Wohnbauten des Stadtteils.
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