Dellenhäule, Naturschutzgebiet in Aalen und Neresheim, Deutschland.
Die Dellenhäule ist ein Naturschutzgebiet zwischen Aalen und Neresheim mit offenen Weidelandschaften und alten Eichenbeständen. Das Gebiet besteht aus mehreren Wiesen und Waldstücken, die durch Wanderwege verbunden sind.
Das Gebiet wurde 1969 offiziell unter Schutz gestellt, weil es eine besondere Rolle für die Tier- und Pflanzenwelt spielt. Die heutige Landschaft ist das Ergebnis von Jahrhunderten menschlicher Bewirtschaftung.
Die Schafhaltung prägt bis heute das Bild der Dellenhäule und zeigt traditionelle Formen der Landschaftspflege, die Besucher beim Wandern beobachten können. Diese alte Bewirtschaftungsweise erhält die offenen Flächen und trägt zur Vielfalt der Flora bei.
Das Schutzgebiet liegt rund 1000 Meter südlich von Beuren, einem Weiler des Aalener Stadtteils Waldhausen. Es ist vom Landschaftsschutzgebiet Kugeltal, Ebnater Tal und Heiligental umschlossen; Wege führen durch Wacholderheide und offene Weideflächen. Bleiben Sie auf den Pfaden, denn die Ameisenhügel auf dem ehemaligen Acker werden leicht zertreten.
Auf einem ehemaligen Acker von knapp 2 Hektar nisten seit etwa 130 Jahren Gelbe Wiesenameisen, in Spitzenzeiten bis zu 14.000 Hügel. Der Biologe Bernhard Seifert vom Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz zählt diese „Ameisenstadt“ zu den weltweit größten Vorkommen einer Ameisenart. Grünspecht und Wendehals finden hier Beute.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.935 Mitwirkenden weltweit.