Entbindungsheim für Ostarbeiterinnen, Geburtseinrichtung für Zwangsarbeiterinnen in Brunswick, Deutschland
Das Gebäude war eine Entbindungsanstalt mit drei Räumen auf dem Gelände der Aktien-Ziegelei Brunswick, wo schwangere Frauen und Neugeborene untergebracht wurden. Die Baracke konnte etwa 25 bis 30 Frauen aufnehmen, die medizinische Versorgung erhielten, bevor sie zur Arbeit zurückkehren mussten.
Die Einrichtung wurde von Mai 1943 bis April 1945 als Zwangsentbindungsanstalt für osteuropäische Arbeiter während des Nationalsozialismus betrieben. Sie war Teil des Nazi-Regimes zur Kontrolle der Fortpflanzung von Zwangsarbeitern.
Die Gräber von 149 polnischen Säuglingen auf dem Friedhof Hochstrasse sind seit 2001 als Gedenkstätte zugänglich und erinnern an die tragischen Ereignisse dieser Zeit. Besucher können dort die Namen der verstorbenen Kinder auf den Grabmalen lesen und mehr über ihre Geschichten erfahren.
Das Gebäude befindet sich in der Broitzemer Strasse 200 in Brunswick und ist heute nicht mehr als aktive Einrichtung in Betrieb. Besucher können die Gedenkstätte auf dem nahegelegenen Friedhof aufsuchen, um mehr über die dort beigesetzten Opfer zu erfahren.
Mütter mussten ihre Neugeborenen nach acht Tagen in der Einrichtung zurücklassen, was einige Frauen dazu trieb, später in das Gebäude einzubrechen, um ihre Kinder zu holen. Dies zeigt die verzweifelte Trennung von Müttern und Kindern, die das System erzwang.
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