Ehemaliges Rüninger Zollhaus, Fachwerkzollhaus in Braunschweig, Deutschland
Das Rüninger Zollhaus ist ein Fachwerkhaus in Braunschweig mit charakteristischen Holzbalken und sorgfältig gefügten Verbindungen. Die Struktur zeigt typische Merkmale der regionalen Bauweise mit ihrem System aus sichtbaren Holzelementen und Ausfachungen.
Das 1643 in Rüningen südlich von Braunschweig an der Frankfurter Straße erbaute Haus diente zusammen mit dem um 1400 erstmals erwähnten, 1724 abgerissenen Rüninger Turm als Zollstation. Es verlor an Bedeutung und stand dem modernen Verkehr im Weg. 1950 wurde es abgebaut und am Altstadtmarkt wieder errichtet, wo es die Lücke zwischen Gewandhaus und Martinikirche schloss.
Das Gebäude zeigt Handwerkstradition, die in der Region über Generationen weitergegeben wurde. Die sichtbaren Holzbalken und die Konstruktionsweise erzählen von lokalen Bauweisen, die Handwerker hier entwickelt und verfeinert haben.
Das Haus steht an der Nordwestseite des Gewandhauses am Altstadtmarkt, der Eingang liegt auf der Westseite. Es ist ein von der Straße aus zu betrachtendes Denkmal, und an der Westseite erinnert eine Gedenktafel an den Wirt Peter Borel. Der Standort ist zu Fuß durch die Altstadt erreichbar.
Ursprünglich hatte das Zollhaus nur zwei Geschosse; am neuen Standort erhielt es ein Sockelgeschoss aus Steinquadern, damit die oberen Geschosse und das Dach bündig an das Gewandhaus anschließen. Der Eingang liegt seither auf der Westseite, wo eine Gedenktafel an Peter Borel erinnert, den Wirt des Gewandhauskellers, der hier wohnte.
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