Haus zur Sonne, Wohn- und Geschäftshaus in Braunschweig
Das Haus zur Sonne ist ein architektonisches Denkmal in Braunschweig, Deutschland, das sich am Kohlmarkt befindet. Das Gebäude zeigt Merkmale verschiedener Epochen mit Stein- und Ziegelfassade, unregelmäßig angeordneten Fenstern und einem charakteristischen Dachaufbau, der sein Alter und seine handwerkliche Konstruktion widerspiegelt.
Das Gebäude wurde zwischen 1792 und 1793 von Christian Gottlob Langwagen erbaut und später zwischen 1884 und 1887 von Constantin Uhde im Stil der deutschen Renaissance umgestaltet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Haus erhöht und teilweise verändert, wobei sein ursprünglicher Giebel stark beeinträchtigt wurde.
Das Haus zur Sonne trägt seinen Namen als Zeichen aus früheren Zeiten, wobei die Sonne möglicherweise ein Handelszeichen oder ein Familienzeichen war. Das Gebäude war lange Zeit Geschäftshaus und Wohnraum zugleich, was die damalige Art zeigt, wie Händler und ihre Familien unter einem Dach lebten und arbeiteten.
Das Haus befindet sich auf dem Kohlmarkt im historischen Zentrum von Braunschweig und ist leicht zu Fuß erreichbar. Besucher sollten damit rechnen, dass das Gebäude von außen besichtigt werden kann, da es sich um ein geschütztes Denkmal handelt, das heute möglicherweise privat genutzt wird.
Das Gebäude gehörte der Familie Blanck, einer jüdischen Textilhändlerfamilie, deren Geschäft P. J. Blanck über 125 Jahre Tradition hatte. Das Geschäft wurde 1935 während des Nationalsozialismus zwangsweise geschlossen, was einen bedeutsamen Teil der Stadtgeschichte darstellt.
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