Kohlmarktbrunnen, Wasserbrunnen und Architekturdenkmal am Kohlmarkt, Braunschweig, Deutschland.
Der Kohlmarktbrunnen ist ein steinerner Brunnen auf dem Kohlmarkt in Braunschweig, der eine handwerklich sorgfältig gestaltete Struktur mit funktionalen und dekorativen Elementen vereint. Das Bauwerk bildet ein zentrales visuelles Merkmal des Platzes und prägt dessen architektonisches Erscheinungsbild.
Ein Brunnen auf dem Kohlmarkt ist erstmals 1391 belegt; er wurde vom Jödebrunnen gespeist und nach der nahen, 1544 abgerissenen Ulrichskirche Ulrichsbrunnen genannt. Zwischen 1660 und 1662 wurde er wiederhergestellt, vermutlich wegen eines gesteigerten Reinlichkeitsbedürfnisses nach der Pest von 1657/58. Nach 1865, als er nicht mehr der Trinkwasserversorgung diente, gewann Oskar Sommers Neorenaissance-Entwurf den ersten Preis und wurde 1868/69 ausgeführt; später wurde der Brunnen leicht nach Nordosten und nach dem Zweiten Weltkrieg nach Nordwesten versetzt.
Der Name des Brunnens erinnert an den Ulrichsbrunnen, der 1391 erstmals belegt ist und nach der nahen Ulrichskirche benannt wurde, die 1544 abgerissen wurde. Sein Wasser kam wie das des frühen Brunnens auf dem Altstadtmarkt vom Jödebrunnen. 1570 soll der Brunnen an diesem Standort teilweise vergoldet gewesen sein.
Der Brunnen liegt zentral auf dem Kohlmarkt und ist leicht zu Fuß erreichbar, da der Platz in Braunschweigs Fußgängerzone liegt. Wer den Ort besucht, sollte beachten, dass der Platz und die Umgebung sehr belebt sind und beste Bedingungen für einen Besuch zu den weniger frequentierten Tageszeiten bieten.
Die auf den acht Eckpfeilern knienden Bronzetritonen halten in der erhobenen linken Hand ein Horn, aus dem Wasser in die obere Schale gelangt, während die rechte Hand herabhängt und etwas wie eine große Münze zu halten scheint. Acht bronzene Löwenköpfe auf halber Höhe der Pfeiler speien Wasser in das achteckige Becken.
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