Brüdernkirche, Gotische Kirche in Braunschweig, Deutschland.
Die Brüdernkirche ist ein gotisches Gebäude in Braunschweig mit hohen Steinmauern, Spitzbögen und bunten Glasfenstern. Die Fenster lassen farbiges Licht in den Innenraum fallen und schaffen eine besondere Lichtstimmung in der Kirche.
Franziskaner kamen um 1223 nach Braunschweig und errichteten ab 1242 eine Kapelle; die heutige gotische Kirche ersetzte sie, wobei der Hohe Chor 1361 geweiht und der Bau 1451 vollendet wurde. Johannes Bugenhagen predigte hier am 21. Mai 1528, und der Rat der Stadt nahm im September die neue Kirchenordnung an. Die Brüder verließen 1529 die Stadt, und 1544 wurde die Kirche Pfarrkirche der St. Ulrici-Gemeinde.
Der Name Brüdernkirche geht auf die Franziskanerbrüder zurück, die sich hier im 13. Jahrhundert niederließen. Seit 1544 ist sie Pfarrkirche der St. Ulrici-Gemeinde, deren Taufbecken aus der 1544 abgebrochenen St. Ulrici-Kirche am Kohlmarkt hierher übertragen wurde. Im Inneren sind ein Chorgestühl aus dem 14. Jahrhundert, der Hochaltar und ein Relief des heiligen Franziskus erhalten, und das teilweise erhaltene Doksaal von 1592–1594 wurde wieder aufgestellt.
Die Kirche liegt am Nordrand der Altstadt; das Westportal erreicht man durch eine dreiteilige neugotische Vorhalle. Der Innenraum ist 62 Meter lang, das Schiff 21 Meter breit, sodass man für die fünf Joche und den 25 Meter langen Chor Zeit einplanen sollte. Neben der Kirche sind Teile des mittelalterlichen Kreuzgangs, die Sakristei und eine kleine Kapelle erhalten.
Die Kirche bewahrt ein Chorgestühl aus dem 14. Jahrhundert, den Hochaltar und ein Relief des heiligen Franziskus. Das teilweise erhaltene Doxale von 1592–1594 wurde wieder aufgestellt, und der Taufstein stammt aus St. Ulrici, das 1544 abgerissen wurde.
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