Veltheimsches Haus, Fachwerkhaus am Burgplatz, Braunschweig, Deutschland.
Das Von Veltheimsches Haus ist ein Fachwerkgebäude mit drei Wohngeschossen und einem mehrstöckigen Erkerausbau, der sich über die gesamte Fassade erstreckt. Die Konstruktion zeigt charakteristische Merkmale der späten Gotik und Renaissance mit aufwendig gestalteten Fassadenelementen.
Achatz von Veltheim auf Harbke und Margareta von Saldern ließen das Haus 1573 errichten, woran eine Inschrift mit zwei Wappen über der Durchfahrt erinnert. 1944 zog die NSDAP-Kreisleitung ein, nachdem die Villa Rimpau beim Bombenangriff vom 15. Oktober beschädigt worden war; sie blieb bis zur Übergabe der Stadt am 12. April 1945. Am 15. April übernahm die US-Militärverwaltung unter Oberst Brodie das Haus, am 5. Juni 1945 ging das Kommando an die britischen Streitkräfte über.
Über der seitlichen Durchfahrt nennt eine Inschrift mit zwei Wappen die Bauherren: Achatz von Veltheim auf Harbke und Margareta von Saldern, die 1573, im Baujahr des Hauses, heirateten. Der auf den Schwellen geschnitzte Diamantbandfries und die hufeisenförmigen Perlreihungen an den Ständern sind Formen, die aus dem Steinbau übernommen wurden.
Das Haus steht auf der Nordseite des Burgplatzes neben dem Braunschweiger Dom und wird heute von der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade genutzt. Die Fachwerkfassade ist vom Platz aus zu sehen; die seitliche Durchfahrt und der Erker mit dem Renovierungsdatum 1868 sind von der Straße gut zu erkennen. 1974/75 wurde das Gebäude renoviert.
Das Haus verfügt über einen besonderen architektonischen Aufbau namens Frauensitz, einen Erker, der sich über mehrere Geschosse erstreckt und ein charakteristisches Merkmal dieses Baudenkmals darstellt. Diese ungewöhnliche Bauweise war im Spätmittelalter und der Renaissance in wohlhabenden Haushalten beliebt.
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