Veltheimsches Haus, Fachwerkhaus am Burgplatz, Braunschweig, Deutschland.
Das Von Veltheimsches Haus ist ein Fachwerkgebäude mit drei Wohngeschossen und einem mehrstöckigen Erkerausbau, der sich über die gesamte Fassade erstreckt. Die Konstruktion zeigt charakteristische Merkmale der späten Gotik und Renaissance mit aufwendig gestalteten Fassadenelementen.
Das Haus wurde 1573 für Achatz von Veltheim-Harbke und seine Ehefrau Margarete von Salder erbaut und ist das letzte erhaltene von ehemals sechs Adelshäusern am Burgplatz. Die Entstehungszeit des Gebäudes fällt in eine Phase der wirtschaftlichen Blüte Braunschweigs.
Das Haus zeigt die Wappensymbole zweier Adelsfamilien, die in der kunstvollen Torgestaltung sichtbar sind und von einer wichtigen Verbindung zwischen den von Veltheims und den von Saldern erzählen. Diese Zeichen der Zugehörigkeit prägen bis heute das Erscheinungsbild der Fassade.
Das Gebäude befindet sich am Burgplatz in zentraler Lage und dient heute als Sitz der Handwerkskammer, wobei Besucher auf den Außenbereich zugreifen und die Fassade studieren können. Von oben bietet sich ein freier Blick auf den Platz selbst, der zum Beobachten und Verweilen einlädt.
Das Haus verfügt über einen besonderen architektonischen Aufbau namens Frauensitz, einen Erker, der sich über mehrere Geschosse erstreckt und ein charakteristisches Merkmal dieses Baudenkmals darstellt. Diese ungewöhnliche Bauweise war im Spätmittelalter und der Renaissance in wohlhabenden Haushalten beliebt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.