Europa-Haus, Kulturdenkmal in Flensburg, Deutschland.
Das Europa-Haus ist ein Geschäftshaus an der Rathausstraße 1–3 neben dem Flensburger ZOB. Das frühere Hotel Europa besteht aus zwei um 1860 verbundenen giebelständigen Häusern und einem 1881 für den Hotelbesitzer Christian Schrader errichteten neorenaissanceistischen Eckanbau. Erhalten sind im Inneren die große Marmortreppe von 1881 und ein ehemaliges Frühstückszimmer in expressionistischer Ausgestaltung der 1920er Jahre.
Zwei um 1860 an der Rathausstraße errichtete giebelständige Häuser wurden 1865 zum Bahnhofshotel verbunden, neben dem Bahnhof von 1855. 1881 ließ Hotelbesitzer Christian Schrader am Süderhofenden einen neorenaissancezeitlichen Eckanbau errichten. 1924 kaufte die Familie Prien das Hotel und führte es bis zur Schließung am 31. Januar 1992; 2002/2003 wurde es zum Geschäftshaus umgebaut.
Der Name Europa-Haus geht auf das Hotel Europa zurück, wie das frühere Bahnhofshotel 1961 umbenannt wurde. Zu den Gästen zählten Willy Brandt, Helmut Kohl und Udo Jürgens; Adolf Hitler übernachtete bei seinem Wahlbesuch 1932 im Zimmer 24. Erhalten ist ein ehemaliges Frühstückszimmer mit expressionistischer Ausgestaltung der 1920er Jahre.
Das Europa-Haus liegt an der Rathausstraße 1–3 direkt am Flensburger ZOB, an der Ecke zum Süderhofenden. Das ehemalige Hotel ist heute ein Geschäftshaus; im Ladenlokal zum ZOB hin befand sich von 2003 bis 2012 die Touristeninformation, heute ist dort ein Imbiss. Neben und hinter dem Gebäude entstand 2015 ein Parkhaus.
Der Gebäudename geht auf das Hotel Europa zurück, wie das frühere Bahnhofshotel ab 1961 hieß. Die Familie Prien führte das Hotel bis zur Schließung am 31. Januar 1992; der 1924 in dänischen Kronen vereinbarte Kaufpreis wurde erst 1937 beglichen, nach der Währungskrise von 1929.
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