Bohlenwege im Campemoor, Archäologische Bohlenwege in Neuenkirchen-Vörden, Deutschland
Pfahlwege im Campemoor sind Holzwege aus der Steinzeit, die durch ein Hochmoor führten und unter Schichten aus Torf und Wasser konserviert blieben. Die Wege bestehen aus nebeneinander liegenden Holzbohnen und mehreren parallelen Strukturen, die Archäologen über die Jahrtausende hinweg freigelegt haben.
Sechs vorgeschichtliche Moorwege wurden im Campemoor entdeckt und von 1992 bis 2004 ausgegraben. Der älteste, Weg 31 Pr, entstand um 4550 v. Chr. im Mittelneolithikum und gilt als ältester bekannter Moorweg der Welt. Sein dreischichtiger Aufbau bestand aus Birkenstämmen als unterster Lage, drei parallelen Reihen von Kiefernstämmen und einer Lauffläche aus bis zu 20 cm starken Kiefernrundhölzern mit Hiebspuren von Steinbeilen. Weg 32 Pr, dendrodatiert auf 2900 bis 2879 v. Chr., verlief 30 m parallel dazu.
Die Wege tragen die Bezeichnung Pr mit einer Zahl, benannt nach dem Moorforscher Hugo Prejawa. Die Ausgrabungen lockten am Tag des offenen Denkmals 1996 etwa 1500 Besucher an. Rund einen Kilometer südöstlich der Fundstellen fanden die Männer von Hunteburg 1949 zwei Moorleichen aus dem 3. oder 4. Jahrhundert.
Der Ort befindet sich in einem Moorgebiet, das nasse und sumpfige Bedingungen aufweist, besonders in den feuchteren Monaten. Besucher sollten angemessene Fußbekleidung tragen und sich mit den örtlichen Informationstafeln vertraut machen, um die archäologischen Fundstellen vollständig zu verstehen.
Etwa einen Kilometer südöstlich der Fundstellen wurden 1949 mit den „Männern von Hunteburg“ zwei Moorleichen aus dem 3. oder 4. Jahrhundert gefunden. Die Wege selbst tragen die Abkürzung Pr zu Ehren des Moorforschers Hugo Prejawa. Am Tag des offenen Denkmals 1996 kamen etwa 1500 Besucher zur Ausgrabungsstelle.
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