Richtstätten in Stuttgart, Historische Hinrichtungsstätte in Stuttgart
Richtstätten in Stuttgart waren mehrere Hinrichtungsorte, die sich an verschiedenen Standorten in der Stadt befanden. Die Hauptplätze waren der Schellberg mit Galgen, die Wolframshalde mit weiteren Galgen und der zentrale Hinrichtungsplatz an der Wilhelmsplatz.
Der älteste Hinrichtungsplatz befand sich auf dem Schellberg und war bis 1447 in Betrieb, als die Behörden zu Wolframshalde umzogen. Im Jahr 1597 wurde dort eine eiserne Galge errichtet, was den Aufbau dauerhaft modernisierte.
Der Hinrichtungsplatz Wilhelmsplatz trug den Spitznamen 'Käs', benannt nach seiner runden Form und der erhöhten Plattform, die von einer niedrigen Mauer umgeben war. Dieser Name entstand aus der lokalen Wahrnehmung des Ortes durch die Bevölkerung.
Der Standort Wilhelmsplatz liegt zentral in der Stadt und ist einfach zu erreichen, während die anderen historischen Orte über die verschiedenen Stadtteile verteilt sind. Heute sind diese Plätze Teil der Stadtlandschaft ohne spezielle Beschilderung oder Zugangsbestimmungen.
Joseph Süß Oppenheimer wurde 1738 in Wolframshalde hingerichtet, und sein Leichnam wurde danach mehrere Jahre in einem Eisenkäfig zur Schau gestellt. Diese Zur-Schau-Stellung war eine ungewöhnlich lange Praktik, die heute kaum noch bekannt ist.
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