Prien-Haus, Kontorhaus am Jungfernstieg, Hamburg-Mitte, Deutschland
Das Prien-Haus ist ein achtgeschossiges Kontorhaus am Jungfernstieg 51, Ecke Colonnaden nahe der Binnenalster in Hamburg. Die Werksteinfassade besteht aus gesandeltem Kirchheimer Muschelkalk, wie es die Binnenalster-Verordnung vorschreibt, die Backsteinfassaden an diesem Standort verbietet. Die streng symmetrische Hauptfassade zeigt zur Binnenalster und weist eine vertikale Dreigliederung auf; das Staffelgeschoss ist von einem Relinggitter umgeben und hat zwei Rundfenster sowie zwei Fahnenmasten.
Unternehmer Ludwig Prien beauftragte zwischen 1935 und 1936 die Architekten Gottfried Schramm und Hermann Höger mit der Errichtung dieses Gebäudes für sein Textilunternehmen. Der Bau entstand während einer Periode großer urbaner Veränderungen in Hamburg und prägt bis heute das Stadtbild der Neustadt.
Der Name Alstereck war ursprünglich in Blockbuchstaben über die ganze Breite der Binnenalster-Fassade zwischen den unteren Fensterreihen aufgetragen und wurde später entfernt. Das Staffelgeschoss mit seinen runden Bullaugenfenstern, einem relingartigen Gitter und zwei Fahnenmasten erinnert an den Schiffbau und die maritime Tradition Hamburgs. Seit 2006 befindet sich im Erdgeschoss das weltweit erste NIVEA Haus.
Das Gebäude steht am Jungfernstieg 51, Ecke Colonnaden, nahe der Binnenalster. Zur Jungfernstiegseite ist das Untergeschoss zurückversetzt und bildet einen öffentlichen Kolonnadengang; an den Colonnaden fehlt dieser. Die Hauptfassade zeigt zur Binnenalster, die längste Straßenfront liegt am Jungfernstieg.
Die Binnenalster-Verordnung, die die Fassade prägte, verbietet an diesem Standort Backsteinfassaden; deshalb wurde der Bau mit gesägtem Kirchheimer Muschelkalk verkleidet, einem Kalkstein und nicht Sandstein. Dieselbe Vorschrift galt in den 1930er Jahren für weitere Neubauten an der Binnenalster.
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