Rhäden bei Obersuhl und Bosserode, Naturschutzgebiet in Wildeck, Deutschland
Rhäden bei Obersuhl und Bosserode ist ein 122 Hektar großes Schutzgebiet in der Region Hersfeld-Rotenburg, das Feuchtgebiete, Wälder, Wiesen und Seen miteinander verbindet. Die abwechslungsreiche Landschaft schafft lebensraum für seltene Tierarten und bietet verschiedene Lebensräume, die von moorig bis waldig reichen.
Das Gebiet entstand als Schutzzone, nachdem alte Entwässerungssysteme während des Kalten Krieges an der innerdeutschen Grenze verfallen waren. Der dadurch wiederhergestellte Wasserspiegel ermöglichte es der Natur, die frühere Agrarlandschaft zurückzuerobern.
Vogelbeobachter kommen regelmäßig zu den Beobachtungspunkten, um Seeadler, Kraniche und seltene Enten in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen. Das Gebiet hat sich zu einem Ort entwickelt, an dem Besucher die Vogelwelt hautnah erleben können.
Ein gut markierter, 8 Kilometer langer Rundweg führt Besucher durch das Gelände und bietet Punkte zum Beobachten von Vögeln ohne die Tierwelt zu stören. Die beste Zeit zum Besuch ist in den frühen Morgenstunden, wenn die Vögel am aktivsten sind.
Der Lebensraum entstand durch geologische Prozesse, bei denen Salzauslaugung und tektonische Bewegungen ein Tiefland schufen, das Arten wie den Kammmolch beherbergt. Diese geologischen Kräfte haben eine der wenigen Regionen Deutschlands geschaffen, in denen solche seltenen Amphibien gedeihen.
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