Mahnmal Bodesruh, Gedenkturm an der ehemaligen innerdeutschen Grenze bei Kleinensee, Deutschland.
Das Mahnmal Bodesruh ist ein Beobachtungsturm aus Beton mit einer Höhe von etwa 17 Metern, der unmittelbar an der einstigen innerdeutschen Grenze bei Heringen steht. Von oben blickt man über das Gerstunger Becken und das Werratal bis zum Thüringer Wald.
Der Turm wurde 1963 von der Gemeinde Kleinensee und dem Staat Hessen erbaut und 1964 vom Ministerpräsidenten von Hessen eingeweiht. Er entstand an einem Ort, wo Menschen nach ihrer Heimkehr aus Kriegsgefangenschaft warteten und die Grenzlinie zwischen Ost und West markiert war.
Das Mahnmal erinnert an die Menschen, die nach dem Krieg aus Kriegsgefangenschaft heimkehrten und an der Grenze warteten. Der Ort wurde zum Zeichen der Trauer und des Gedenkens an die Teilung Deutschlands.
Der Aufstieg zur Aussichtsplattform ist über eine Außentreppe möglich, die einen weiten Blick in alle Richtungen bietet. Das Gelände liegt abseits von größeren Siedlungen, sodass man Zeit für den Weg einplanen sollte.
Nach der Wiedervereinigung gab es Pläne für einen zweiten identischen Turm auf der thüringischen Seite, um eine Verbindung über die einstige Grenze zu schaffen. Dieser Plan wurde nie umgesetzt und der Turm blieb ein einseitiges Zeichen.
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