Zentrum Kreuzberg, Moderner Wohnkomplex in Kreuzberg, Deutschland.
Das Zentrum Kreuzberg ist ein zwölfgeschossiger Wohnriegel mit 367 Wohnungen, 1969–1974 nach Plänen von Werner Jokisch und Johannes Uhl errichtet. Die lange Fassade bildet zum Kottbusser Tor einen leichten Winkel, und ein zwei- bis dreigeschossiger, viertelkreisförmiger Vorbau mit rund 15.000 m² Gewerbefläche ist der Kreuzung vorgelagert. Der Riegel überspannt die Adalbertstraße und die Dresdner Straße, die nur über einen schmalen Fußgängerdurchgang erreichbar ist.
Der 1969–1974 nach Plänen von Werner Jokisch und Johannes Uhl errichtete Riegel wurde von westdeutschen Privatinvestoren über die 1968 gegründete Schmidt & Press GmbH & Co. KG finanziert, die Steuervergünstigungen nach dem Berlinförderungsgesetz erhielt. Die Entmietungspraktiken der Entwickler lösten Proteste aus, und der Rauch-Haus-Song von Ton Steine Scherben forderte 1971, Schmidt, Press und Mosch aus Kreuzberg zu werfen.
Bis zum Jahr 2000 hieß der Bau Neues Kreuzberger Zentrum, seither Zentrum Kreuzberg. In seinem Sockelgeschoss liegen Bars, Restaurants, ein Kino und die Stadtteilbibliothek; der Ende 1971 erstmals gespielte Rauch-Haus-Song von Ton Steine Scherben nennt im Refrain die Entwickler Schmidt, Press und Mosch.
Der Komplex überspannt die Adalbertstraße und die Dresdner Straße; letztere ist nur über einen schmalen Fußgängerdurchgang unter dem Gebäude erreichbar. Am Platz liegt der U-Bahnhof Kottbusser Tor mit zwei U-Bahn-Linien, dazu halten mehrere Buslinien der BVG. Das ehemalige Parkhaus hinter dem Bau wurde zu einer Kindertagesstätte umgebaut.
Der Riegel überspannt zwei Straßen, die historisch auf den Platz mündeten: die Adalbertstraße und die Dresdner Straße, die heute nur noch über einen engen Fußgängerdurchgang erreichbar ist. Der halbkreisförmige Komplex sollte den Platz gegenüber einer geplanten, nie gebauten Stadtautobahn abschirmen.
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