Munichehausen, Archäologische Stätte in Rehburg-Loccum, Deutschland
Munichehausen ist eine archäologische Stätte auf landwirtschaftlichen Flächen südlich von Rehburg am Hang des Haarberg, der etwa 87 Meter über Meereshöhe liegt. Die Stätte zeigt Reste einer mittelalterlichen Siedlung mit einer Kirche, deren Grundrisse durch Keramikfunde aus dem 13. bis 15. Jahrhundert dokumentiert sind.
Die Siedlung war Sitz der adligen Familie Münchhausen und hatte eine Kirche, die erstmals 1386 urkundlich erwähnt wurde. Die Besiedlung lässt sich archäologisch vom 13. bis 15. Jahrhundert nachweisen.
Der Ort war eng mit der Münchhausen-Familie verbunden, deren Name in der Region bis heute lebendig ist. Die Entdeckung des großen Taufsteins zeigt, dass hier eine bedeutende Gemeinde existierte, die religiöse Rituale pflegte.
Der Ort ist heute nur durch oberflächliche Merkmale sichtbar und erfordert Vorkenntnisse zum Verstehen. Ein Besuch ist das ganze Jahr über möglich, da es sich um eine offene landwirtschaftliche Fläche handelt.
Ein NATO-Flugabwehrraketensystem wurde in den 1960er Jahren auf dem Hügel gebaut und veränderte die archäologischen Schichten erheblich. Die Lage des mittelalterlichen Dorfes konnte erst 2016 durch die systematische Analyse von Keramikverteilungen geklärt werden.
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