Ottersteine, Natürliche Felsformation im Rhöngebirge, Deutschland.
Die Ottersteine sind eine Felsformation in der Hohen Rhön, ein Nordausläufer der Dammersfeldkuppe. Sie ragen 15 bis 25 m über die Umgebung und erreichen 821,3 m ü. NHN. Die Klippen bestehen aus flach liegenden Säulen von wenigen Dezimetern Durchmesser, die in alle Himmelsrichtungen weisen; das deutet auf eine Füllung eines Vulkanschlots durch einen Lavasee hin.
Die Felsformation entstand durch vulkanische Aktivität in früheren geologischen Zeiten, als Magma in der Region aufstieg und erkaltete. Das Gebiet wurde später als Militärübungsplatz genutzt, was den Zugang zum Felsen bis heute beeinflusst.
Der Name Ottersteine bezeichnet die Basaltklippen im Haderwald, der auch dem umliegenden Waldgebiet seinen Namen gibt. Die Formation liegt im Naturpark Hessische Rhön und im Biosphärenreservat Rhön; Teile des FFH-Gebiets Haderwald und des Vogelschutzgebiets Hessische Rhön umfassen sie. Seit 1938 gehört der Ort zum Truppenübungsplatz Wildflecken, sodass Wanderer ihn meist nur aus der Ferne bei den Volkswandertagen sehen, zuletzt 2023.
Der Ort befindet sich auf einem militärischen Übungsgelände und kann nicht frei besucht werden, daher sollte man sich vorher informieren. Bei Interesse an der Felsformation ist es wichtig, die aktuellen Zugangsregelungen zu erfragen.
Die Basaltsäulen liegen flach und weisen in alle Himmelsrichtungen, was auf eine Füllung eines Vulkanschlots durch einen Lavasee und nicht auf eine Oberflächenströmung hindeutet. Das Gestein enthält zudem große Olivin-Kristalle aus dem Erdmantel, die wegen des schnellen Aufstiegs des Magmas erhalten blieben.
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