Wasserturm Prenzlauer Berg, Wasserturm in Prenzlauer Berg, Berlin, Deutschland
Der Wasserturm Prenzlauer Berg ist ein siebengeschossiger Klinkerbau mit 24 Metern Außendurchmesser, der von einem breiten Ornamentfries und einem flachen Kegeldach abgeschlossen wird. Auf jeder Etage sitzen rundbogige Fenster in durchlaufenden Stichbogenblenden. In der siebenten Etage befand sich der Wasserkessel; die sechs darunterliegenden Etagen enthielten Werkstätten, Büros und die Wohnungen der Maschinenarbeiter, die weiterhin bewohnt werden.
Die Wasseranlagen auf dem Windmühlenberg begannen 1856, als die Berlin Waterworks Company unter Thomas Russell Crampton und Charles Fox einen offenen Vorratsbehälter von 3000 m³ und einen Standrohrturm errichtete. Nach dem Kauf der Anlagen durch die Stadt 1874 folgten ein Zwischenhebewerk und Maschinenhäuser; danach wurde der sechsgeschossige Wasserturm gebaut und 1877 fertiggestellt. 1907 hob man den Behälter um sieben Meter an und verringerte sein Volumen auf 835 m³; der Turm blieb bis 1952 in Betrieb.
Die Anwohner nennen den Turm „Dicker Hermann“, ein Spitzname, der auf seine breite zylindrische Form zurückgeht. Die sechs Etagen unter dem Wasserbehälter beherbergten einst die Wohnungen der Maschinenarbeiter; sie sind bis heute bewohnt und sehr begehrt. Von 1920 bis 1987 und erneut von 1987 bis 1992 war der Turm Teil des Bezirkswappens von Prenzlauer Berg.
Das Gebäude kann von außen besichtigt werden und ist leicht von der U-Bahn aus erreichbar, wobei die Gegend zum Spaziergang einlädt. Besucher sollten Zeit für einen Rundgang durch die Umgebung einplanen, um das industrielle Erbe des Viertels vollständig wahrzunehmen.
Der Turm trägt im Volksmund den Spitznamen „Dicker Hermann“. In seinen sechs unteren Etagen lagen die Wohnungen der Maschinenarbeiter, die noch heute bewohnt und sehr begehrt sind. Von 1920 bis 1987 und erneut von 1987 bis 1992 war der Turm im Bezirkswappen abgebildet.
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