Willers-Bau, Mathematikgebäude der Technischen Universität Dresden, Deutschland
Das Willers-Bau ist ein Mathematik-Fakultätsgebäude der Technischen Universität Dresden mit drei Hauptstrukturen, die durch Zwischenbauten verbunden sind und einen begrünten Innenhof umschließen. Die Anlage erstreckt sich über mehrere Ebenen mit Hörsälen, Büroräumen und Forschungseinrichtungen.
Nach der Zerstörung des Campus im Zweiten Weltkrieg entwickelte Richard Konwiarz 1950 einen räumlichen Entwicklungsplan, der den Wiederaufbau des Geländes entlang der Zellescher Weg vorsah. Walter Henn entwarf die charakteristische Architektur mit Backsteinwänden und Schieferdächern, die diese Wiederaufbauphase prägt.
Das Gebäude beherbergt Kunstwerke wie ein Sgraffito von Eva Schulze-Knabe, das Leibniz bei der Präsentation seiner ersten Rechenmaschine vor der Royal Society zeigt. Diese künstlerische Ausgestaltung macht mathematische Geschichte auf visuelle Weise erlebbar.
Das Gebäude ist über den zentralen Innenhof und das östliche Untergeschoss zugänglich und bietet verschiedene Eingänge je nach Besuchsziel. Besucher sollten beachten, dass als aktive Universitätseinrichtung die Räume hauptsächlich für Lehrveranstaltungen und Forschung genutzt werden.
Die Anlage zeigt typische Merkmale der Nachkriegsarchitektur mit Backsteinwänden, schiefergedeckten Walmdächern und mehrstöckigen Mittelfenstern in den Hauptgebäuden. Diese handwerkliche Bauweise wurde bewusst gewählt, um die Kontinuität mit lokalem Handwerk und regionaler Baukultur zu bewahren.
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