Klosterkirche Pirna, Mittelalterliche Klosterkirche in Pirna, Deutschland.
Die Klosterkirche St. Heinrich ist eine zweischiffige gotische Hallenkirche mit Steingewölben und verzierten Wänden, deren charakteristischer Turm zwischen Schiff und Chor sitzt. Das Gebäude besticht durch seine hohen Fenster, die Licht in die Räume bringen, und die sorgfältig gestalteten Gewölbe, die die Kirche prägen.
Dominikanermönche aus Leipzig gründeten das Kloster um 1300 und erweiterten es im 14. Jahrhundert zu einem großen Religionszentrum. Die Kirche wurde damit zum Ort intensiver monastischer Aktivität in der wachsenden Stadt.
Die Wandmalereien stammen aus dem 14. Jahrhundert, nicht aus dem 15.: Die Ostwand zeigt das Jüngste Gericht, die Südwand eine Muttergottes mit Stifter und das nordwestliche Joch die Bestätigung des Dominikanerordens durch Papst Innozenz IV. Die Gewölbemalereien mit Pflanzenmotivik wurden 1956/57 weitgehend erneuert.
Die Kirche liegt am nordwestlichen Rand der Pirnaer Altstadt, das ehemalige Kapitelsaalgebäude, heute Stadtmuseum Pirna, schließt sich unmittelbar nördlich an. Nach dem Elbehochwasser wurde das Langhaus von September 2002 bis Dezember 2003 restauriert, wobei Podeste, Bänke und Heizung erneuert wurden. Die Westwand ist völlig geschlossen; die Eingänge liegen im zweiten Joch von Westen, und nur der nördliche ist original.
Der Hauptaltar trägt ein Kruzifix von Friedrich Press aus dem Jahr 1973, doch an der Südwand hängt zudem ein spätgotisches Retabel von 1510/20 mit der Muttergottes zwischen Maria Magdalena und Margarethe. Die Flügel zeigen gemalte Heilige, außen links Leonhardt und Johannes den Täufer.
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