Kalksteinbruch Salzgitter-Salder, Kalksteinbruch am Hasselberg in Salder, Deutschland
Der Kalksteinbruch Salzgitter-Salder ist ein aufgelassener Steinbruch von rund 12 Hektar Fläche und knapp 750 Metern Länge parallel zum Streichen der Schichten. Die aufgeschlossene Abfolge ist etwa 200 Meter mächtig und besteht aus hellen, feinkörnigen Kalksteinen (82 bis 92 % CaCO3), die mit dunkleren Mergellagen wechseln. Die Schichten fallen mit etwa 70° nach Norden bis Nordnordosten ein.
1995 bestimmte die Kreide-Subkommission der International Commission on Stratigraphy den Bruch zum Hauptkandidaten für den globalen Grenzstratotypus des Coniac, der dritten Stufe der Oberkreide. Als Marker wurde das erste Auftreten der Inoceramen-Muschel Cremnoceramus deformis erectus festgelegt. Die aufgeschlossene Abfolge reicht vom Mittel-Turon bis ins Unter-Coniac, also von etwa 93,9 bis 85,7 Millionen Jahren.
An diesem Ort sehen Besucher verschiedene Gesteinsschichten, die zeigen, wie die Erde vor Millionen Jahren aussah. Die Wände erzählen eine Geschichte der Natur, die Menschen bei Führungen kennenlernen können.
Der Steinbruch liegt rund 600 m südlich von Salder am Nordosthang des Hasselbergs in den nördlichen Lichtenbergen. Der nordwestliche Teil ist stark bewachsen und schwer zugänglich, der übrige Bereich steil und felsig. Festes Schuhwerk ist nötig; öffentlich zugänglich ist das Gelände nicht.
1995 wurde der Steinbruch zum Hauptkandidaten für den globalen Grenzstratotypus des Coniac gewählt, der dritten Stufe der Oberkreide. Als Marker gilt das erste Auftreten der Inoceramen-Muschel Cremnoceramus deformis erectus. Ausschlaggebend waren die offenbar lückenlose Abfolge und die außergewöhnlich vollständige Überlieferung der Inoceramenfaunen.
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