Hinterzartener Moor, Naturschutzgebiet in Hinterzarten, Deutschland
Das Hinterzartener Moor ist das größte Moor des Südschwarzwalds und umfasst rund 82,7 Hektar nördlich von Hinterzarten zwischen der Höllentalbahn und der B31. Der Westteil ist ein Verlandungsmoor über einem bis zu 16 Meter tiefen Gletscherbecken mit einem unterirdischen See von 300 Metern Durchmesser unter dem Torf; der Ostteil ist ein Hochmoor beiderseits der 890 Meter hoch gelegenen Wasserscheide.
Das Gebiet wurde 1941 unter Schutz gestellt und später 1975 erweitert, um die Moore vor Zerstörung zu bewahren. Diese Regelungen entstanden aus der Erkenntnis, dass solche Lebensräume gefährdet sind und bewahrt werden müssen.
Ein 1,8 Kilometer langer Lehrpfad durchzieht das Schutzgebiet, an dem die staatliche Naturschutzverwaltung im Herbst 2022 13 neue Tafeln aufgestellt hat. Sie informieren über die Entstehung des Moores, seine Tier- und Pflanzenwelt sowie die Nutzungsgeschichte, darunter der Torfabbau und die frühere Deponie.
Das Gelände ist über ausgewiesene Wege erreichbar, einige Pfade sind barrierefrei und für Kinderwagen geeignet. Die beste Zeit zum Besuch ist im Frühling und Sommer, wenn die Wege trocken sind und mehr Pflanzen blühen.
Im Westteil liegt unter der Torfschicht ein unterirdischer See von rund 300 Metern Durchmesser und 3 bis 4 Metern Tiefe, nachgewiesen durch Sondierbohrungen von 1976. Das Moor liegt auf etwa 890 Metern an der Wasserscheide und entwässert nach Westen zum Rhein wie nach Osten zum ehemaligen Donaugebiet.
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