Eckhaus, sogenanntes Redoutenhaus, Museums- und Eingangsgebäude des Markgräflichen Opernhauses in Bayreuth, Deutschland
Das Redoutenhaus ist ein dreigeschossiger Sandsteinquaderbau mit Mansarddach, Mittelrisalit und Säulenportal in der Opernstraße 16 an der Ecke zur Münzgasse, der unmittelbar an das Markgräfliche Opernhaus grenzt und geringfügig aus der Häuserflucht hervortritt. Im mittleren Stockwerk lag ein Theatersaal, daneben gab es Einzelzimmer; seit April 2023 dient das Haus als Eingangs- und Kassenbereich sowie als Museum für das Opernhaus.
Ein erstes, von Johann David Räntz entworfenes Redoutenhaus entstand 1714/15 für Markgraf Georg Wilhelm nahe seiner Residenz und wurde 1740 wegen Baufälligkeit abgebrochen. Der heutige dreigeschossige Sandsteinquaderbau mit Mansarddach, Mittelrisalit und Säulenportal folgte nach 1740 an der Ecke Opernstraße/Münzgasse. 1759 verkaufte Friedrich III. das Ensemble an den Bankier Moses Seckel, dessen Bruder David 1772 das Vordergebäude abtrennte; rund 150 Jahre blieb es bis 1919 in jüdischem Eigentum.
Der Name stammt von der „Redoute“, einem Saal für Maskenbälle und höfische Tänze. Nach 1759 wurde das hintere Opera- und Komödienhaus zur Synagoge umgebaut, während das Vordergebäude Läden und Büros beherbergte. Die Großeltern Charlotte Knoblochs betrieben hier bis 1936 ein Modegeschäft.
Das Gebäude liegt direkt an der Opernstraße im Zentrum und ist leicht zu Fuß erreichbar, besonders wenn man sich in der Innenstadt aufhält. Der Ort bietet sich gut an, um die historische Architektur Bayreuths bei einem Spaziergang durch die Altstadt zu entdecken.
Das Gebäude ist kein Wohnhaus, sondern das ehemalige Ballhaus der Markgrafen und später ein jüdisches Modegeschäft. Die Großeltern Charlotte Knoblochs, Salomon und Albertine Neuland, betrieben hier ein Modewaren- und Damenkonfektionsgeschäft, bis die Nationalsozialisten das Paar im Januar 1936 zur Geschäftsaufgabe zwangen.
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