Rittergut Großgoltern, Herrensitz in Barsinghausen, Deutschland.
Rittergut Großgoltern ist ein Herrensitz in Barsinghausen mit einem Haupthaus, das von einem sechs Meter breiten Wassergraben umgeben wird, sowie zwei Seitenflügeln. Die Gebäude sind durch ein Torhaus mit landwirtschaftlichen Bauten verbunden und bilden ein geschlossenes Ensemble aus Wohn- und Wirtschaftsgebäuden.
Die Ursprünge des Gutes reichen bis ins Mittelalter und auf das Geschlecht derer von Goltern zurück; möglicherweise bestand es bereits bei der Ersterwähnung Großgolterns 1158. Nach dem Aussterben dieser Familie übertrug Herzog Erich II. zu Braunschweig-Lüneburg das Gut 1558 an den Rittmeister Ernst von Alten, in dessen Familie es seither ist. Der Mitteltrakt des Herrenhauses wird auf das 17. Jahrhundert datiert; 1886 ersetzte der hannoversche Baumeister Hermann Schaedtler den Nordflügel durch einen Neubau im Stil des älteren Teils.
Das Gut ist seit 1558 im Besitz der Familie von Alten, nachdem Herzog Erich II. zu Braunschweig-Lüneburg es dem Rittmeister Ernst von Alten übertrug, als die von Goltern ausgestorben waren. In die Außenwände des Innenhofs sind fünf Grabplatten eingelassen, die älteste von 1492; von der offenen Westseite führt eine 800 Meter lange Kastanienallee zum Erbbegräbnis der Familie in der Feldmark.
Der Gutshof liegt an der Gutsstraße 8 und ist für Besucher zugänglich, die sich vorher informieren sollten, welche Tage für Besichtigungen oder Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Der Ort ist am besten zu Fuß oder mit dem Auto erreichbar, wobei Parkplätze in der Nähe des Haupteingangs vorhanden sein dürften.
Ein beeindruckender Allee aus Kastanienbäumen erstreckt sich über etwa 800 Meter vom Gutshaus bis zum Familienbegräbnisplatz der von Altens in der umliegenden Landschaft. Diese grüne Verbindung schuf eine Brücke zwischen dem Wohnbereich und dem Gedenkort der Familie.
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