Tillylinde, Naturdenkmal in Großgoltern, Barsinghausen, Deutschland
Die Tillylinde ist eine große Linde, die neben der St.-Blasius-Kirche steht und einen komplett hohlen Stamm hat. Der Baum wird von zahlreichen Eisenstreben gestützt, die seinen noch immer beeindruckenden Umfang stabilisieren.
Die Linde wurde vermutlich beim Bau der ersten Golterner Kirche gepflanzt; ein Priester ist für 1181 überliefert, der Baum ist über 800 Jahre alt. Der Standort zwischen Kirchturm und Pfarrgrundstück soll ein mittelalterlicher Gerichtsplatz gewesen sein, und 1188 kam das Untergericht Seelze in Goltern zusammen. Der Sage nach lagerten im Dreißigjährigen Krieg Soldaten Tillys unter dem Baum und brannten den Ort nieder; am 30. Oktober 1625 starben 33 Einwohner, die sich im Kirchturm versteckt hatten.
Der Name könnte von Thie stammen, dem niederdeutschen Wort für Gerichts- oder Versammlungsplatz: Der Ort zwischen Kirchturm und Pfarrgrundstück soll ein mittelalterlicher Gogerichtsplatz gewesen sein. 1188 kam das Untergericht Seelze in Goltern zusammen. Die Sage von Tillys Soldaten, die den Ort im Dreißigjährigen Krieg plünderten und niederbrannten, gab dem Baum seinen heutigen Namen.
Der Baum ist leicht zu erreichen und kann von mehreren Seiten betrachtet werden, da er auf dem Kirchengelände steht. Die Eisenkonstruktionen sind deutlich sichtbar und zeigen, wie aufwendig die Erhaltung dieses alten Baums ist.
Trotz eines vollständig hohlen Stammes bleibt der Baum erstaunlich lebendig und treibt jedes Jahr neue Blätter. Dies zeigt, wie widerstandsfähig diese alte Linde ist und wie wichtig die technische Unterstützung für ihr Überleben geworden ist.
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