Haus Nesselrath, Mittelalterlicher Adelssitz in Leichlingen, Deutschland
Haus Nesselrath ist eine zweigeschossige Torhalle aus Bruchstein, die an der Wupper in Leichlingen stand und als Teil der äußeren Befestigung erhalten blieb. Das Gebäude zeigt in seinen Strukturen, wie mittelalterliche Wehrelemente mit den Jahren in ein landwirtschaftliches Anwesen eingebunden wurden.
Das Anwesen wurde erstmals 1303 erwähnt, als es als Lehen der Abtei Deutz fungierte. Später erwarb die Familie Ketteler es 1511 und behielt es als Besitz.
Das Haus hat seinen Namen von der Familie, die es über Generationen bewirtschaftete und prägte. Besucher sehen heute noch in den Mauerresten und Fundamenten, wie eine mittelalterliche Befestigung allmählich zu einem landwirtschaftlichen Betrieb umgewandelt wurde.
Das Gelände liegt nördlich von Leichingens Zentrum und ist von den benachbarten Ortschaften Nesselrath, Leysiefen und Kradenpuhl auf der anderen Seite der Wupper erreichbar. Der Zugang zu den Ruinen erfordert einen Spaziergang durch die ländliche Umgebung entlang des Flusses.
Nach einer Umgestaltung zu einem Schloss zerstörte ein Brand 1847 das Gebäude teilweise und es wurde 1850 abgerissen. Von dieser turbulenten Geschichte zeugen heute nur noch die äußeren Befestigungsteile und Grundmauern.
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