Motte Zoppesmur, Mittelalterliche Burgruine in Leysiefen, Leichlingen, Deutschland
Die Motte Zoppesmur, auch Burgruine Leysiefen genannt, ist eine früh- bis hochmittelalterliche Burganlage nahe der Hofschaft Leysiefen, rund 200 Meter vom linken Wupperufer entfernt. Der Burghügel hat etwa 50 Meter Basisdurchmesser und ist rund 9 Meter hoch; in den Hang wurde ein etwa 8 Meter tiefer Wehrgraben eingezogen, und eine Ringmauer mit künstlichem Wall umgab den Hügel. Erhalten sind nur Bodenverwerfungen, Mauerreste und gut sichtbare Bodenfundamente.
Die Burg wurde vermutlich um 1200 von dem bergischen Ritter- und Ministerialengeschlecht Zobbe, das sich später de Leysiefen nannte, errichtet. Grabungen in den 1930er Jahren brachten Keramik des 11. und 12. Jahrhunderts zutage, doch eine Testgrabung von Fritz Hinrichs in den 1950er Jahren ergab keine genauere Datierung. 1280 verkaufte Ritter Adolf von Leysieffen die „Zobbesmur“ für 400 Kölnische Mark an Graf Adolf von Berg und seine Gemahlin Elisabeth von Geldern; die Urkunde ist die einzige schriftliche Erwähnung, danach wurde die Anlage aufgegeben.
Der Name Leysiefen verbindet „Ley“, eine rheinische und niederdeutsche Bezeichnung für Fels oder Felsplatte, mit „Siefen“, einem schmalen, feuchten Kerbtal mit Quellbach. Der Volksmund nennt die Ruine Motte Zoppesmur, also Zobbes Mauern, nach dem Rittergeschlecht Zobbe. Sagen berichten von einer Räuberbande, die hier lagerte, von Geistern bewachten Schätzen und einem Junker, der erblindete, als er den badenden Elfen von Heribertsborn die Kleider rauben wollte.
Die Ruine liegt in einer erhöhten Position mit guter Aussicht auf die Umgebung und das Wuppertal. Der Aufstieg ist möglich, erfordert aber Aufmerksamkeit wegen der natürlichen Böschung und der fehlenden modernen Infrastruktur vor Ort.
Der Name Zoppesmur bedeutet „Zobbes Mauern“ und geht auf das Rittergeschlecht Zobbe zurück, das die Burg errichtete und sich später de Leysiefen nannte. Leysiefen verbindet „Ley“, rheinisch für Felsplatte, mit „Siefen“, einem feuchten Kerbtal mit Bach — also ein Fels mit einem Bachtal.
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