Motte Zoppesmur, Mittelalterliche Burgruine in Leysiefen, Leichlingen, Deutschland
Die Motte Zoppesmur ist eine mittelalterliche Burganlage, deren Erdwall etwa 50 Meter Durchmesser hat und etwa 8 Meter in die Höhe ragt. An der Plateaukante verläuft eine Ringmauer, und ein starker Schutzwall führt die Böschung hinab zum nahen Wupperufer.
Die Anlage entstand vermutlich im 11. Jahrhundert und wurde durch archäologische Grabungen in den 1930er Jahren erforscht, die Keramikfragmente aus dieser Epoche zutage brachten. Im Jahr 1280 überging der Eigentümer die Burg an den Grafen Adolf von Berg.
Der Ort zeigt, wie Adelsfamilien ihre Macht durch Befestigungen sichtbar machten und Flussübergänge kontrollierten. Besucher können heute noch die Silhouette der alten Anlage erkennen und verstehen, welche Bedeutung dieser Platz für die Herrschaft in der Region hatte.
Die Ruine liegt in einer erhöhten Position mit guter Aussicht auf die Umgebung und das Wuppertal. Der Aufstieg ist möglich, erfordert aber Aufmerksamkeit wegen der natürlichen Böschung und der fehlenden modernen Infrastruktur vor Ort.
Die Anlage verdankt ihren Namen möglicherweise einer Familie mit dem Namen "Zoppes" oder "Zoppe", deren Herkunft bis heute in den Unterlagen des Ortes nachzulesen ist. Die Kombination aus Erdwall und Steinwerk war für die damalige Zeit eine besonders wirksame Verteidigungsstrategie.
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