Museum der städtischen Sammlungen im Zeughaus, Stadtmuseum in Lutherstadt Wittenberg, Deutschland.
Das Museum der städtischen Sammlungen ist im historischen Zeughaus untergebracht und erstreckt sich über drei Etagen mit Ausstellungen zu Archäologie, Naturkunde und Ethnografie. Die Sammlung zeigt Funde aus verschiedenen Epochen sowie zoologische Präparate wie Primaten und Reptilien.
Das Gebäude wurde 1855 als Artillerielager errichtet und diente lange Zeit militärischen Zwecken. Eine grundlegende Sanierung im Jahr 2016 stellte die historische Fassade zum Arsenalplatz hin wieder her.
Im Obergeschoss zeigt „Riemers Welt“ die einzige ethnologische Dauerausstellung Sachsen-Anhalts, die Objekte mehrerer Kontinente vergleicht. Die 1500 Stücke sind etwa zur Hälfte Naturkunde, zur Hälfte Ethnologie; Schwerpunkte sind Afrika und Ozeanien, dazu Altägypten, präkolumbisches Amerika und Japan. Eine karussellförmige Installation verknüpft ethnologische und naturkundliche Objekte, und Riemers Arbeitszimmer ist nachgebaut.
Das Museum nutzt drei Ebenen des ehemaligen Zeughauses: Erdgeschoss, erster Stock und Dachgeschoss sind jeweils einer anderen Sammlung gewidmet. Im Obergeschoss wurde bewusst darauf verzichtet, den Raum in kleine Einzelsäle zu unterteilen, sodass die historische Dachkonstruktion entlang des Rundgangs sichtbar bleibt. Ein Raum in dieser Etage ist der Museumspädagogik vorbehalten.
Das Stadtmodell im Erdgeschoss, Teil der achtzehn „Kronjuwelen“, bedeckt fast 20 Quadratmeter und zeigt Wittenberg um 1870, nicht 1873. Es führt in die Dauerausstellungen der oberen Stockwerke ein und verweist auf sie.
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