Hamlethaus, Denkmalgeschütztes Gebäude in der Collegienstraße, Lutherstadt Wittenberg, Deutschland.
Das Hamlethaus steht in der Collegienstraße 12 und zeigt ein markantes Giebeldach, das typische Merkmale der deutschen Architektur aus seiner Zeit trägt. Der 1904 neu errichtete Bau bewahrt die ursprünglichen architektonischen Formen und wirkt wie ein Zeugnis der Universitätsgeschichte.
Das Gebäude wurde erstmals 1504 als Börsenhaus für juristische Vorlesungen erwähnt und erhielt 1507 den Namen Bursa Mercurii, bevor es später zu einem Badehaus umgestaltet wurde. Dieser Wandel zeigt, wie sich die Nutzung akademischer Gebäude im Laufe der Jahrhunderte veränderte.
Das Gebäude trägt den Namen einer literarischen Figur aus einem englischen Drama, die nach lokaler Überlieferung an der Universität studiert haben soll. Diese Namenswahl spiegelt die gelehrte Atmosphäre wider, die diese Stätte prägte.
Das Gebäude liegt in der historischen Altstadt und ist leicht zu Fuß zu erreichen, während man durch die Straßen der universitären Vergangenheit spaziert. Der beste Weg, es zu besuchen, ist während eines Rundgangs durch Wittenbergs Sammlungen von mittelalterlichen und frühen neuzeitlichen Bauten.
Einige Gelehrte verbinden die Geschichte des Gebäudes eher mit einem historischen König aus Skandinavien als mit dem fiktiven Charakter, dem es heute seinen Namen verdankt. Diese alternative Deutung zeigt, wie Wirklichkeit und literarische Überlieferung sich in der Stadtgeschichte vermischen.
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