Melanchthonhaus Wittenberg, Renaissance-Hausmuseum in Lutherstadt Wittenberg, Deutschland
Das Melanchthonhaus ist ein dreigeschossiges Renaissancehaus in Lutherstadt Wittenberg mit spätgotisch gefassten Fenstern und einem rundbogigen, gestaffelten Giebel. Im Inneren sind das möblierte Studier- und Sterbezimmer Philipp Melanchthons erhalten; das Museum zeigt Bilder, Drucke und Handschriften von ihm und seinen Zeitgenossen.
Das Gebäude entstand 1536 auf Befehl des Kurfürsten Johann Friedrich I. und diente dem protestantischen Gelehrten Philipp Melanchthon als Wohnort bis zu seinem Tod im Jahr 1560.
Das Haus trägt den Namen des Reformators Philipp Melanchthon, dessen Leben und Wirken in den ausgestellten Räumen nachvollziehbar werden. Besucher können sehen, wie die Gelehrten der Reformationszeit lebten und arbeiteten.
Das Museum ist leicht zu Fuß zu erreichen und bietet geführte Touren durch die historischen Räume an. Besucher finden dort umfangreiche Informationen zur Reformationszeit und zum Leben der Familie Melanchthon.
Das Haus verfügte bereits 1556 über fließendes Wasser aus dem Röhrwassersystem, dank seiner Anbindung an das Leitungsnetz der Stadt. Nach Melanchthons Tod 1560 wurde das straßenseitige Wohn- und Sterbezimmer angeblich schwarz getüncht. Von 1995 bis 1997 war das Museum für eine grundlegende Umgestaltung geschlossen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.579 Mitwirkenden weltweit.