Archäologischer Grenzkomplex Haithabu und Danewerk, Archäologischer Grenzkomplex in Schleswig-Holstein, Deutschland
Haithabu und das Danewerk bilden einen archäologischen Grenzkomplex in Schleswig-Holstein. Haithabu war ein Handelsplatz der Wikingerzeit am Ende der Schlei, der über einen Verbindungswall mit dem Danewerk verbunden war, einem System aus Erdwällen mit Gräben und Palisaden. Der Komplex umfasst 227,55 Hektar, das angrenzende Naturschutzgebiet rund 41 Hektar.
Die Siedlung entstand um das Jahr 800 und wurde schnell zum wichtigsten Handelsplatz Nordeuropas. Sie war ein Schnittpunkt zwischen Skandinavien und den Märkten des Kontinents, bis sie später aufgegeben wurde.
Die Stätte zeigt Spuren des Handels aus der Wikingerzeit, die bis heute in den gefundenen Objekten sichtbar werden. Besucher können sehen, wie Menschen aus verschiedenen Regionen hier zusammenkamen und ihre Waren austauschten.
Die beiden Stätten liegen rund zwei Kilometer voneinander entfernt, beiderseits der Schlei bei Schleswig. Das Wikinger Museum Haithabu und das Danevirke Museum mit Archäologischem Park zeigen die Funde, markierte Wege führen zu den sichtbaren Wällen. Ein Teil der Reste liegt im Naturschutzgebiet Haithabu-Dannewerk, daher sollte man auf den Wegen bleiben.
Haithabu wurde im 11. Jahrhundert aufgegeben, als das nahe Schleswig seinen Handel übernahm; dieser Niedergang ließ die Siedlung weitgehend unberührt. Zum Zeitpunkt der Bewerbung 2017 waren erst etwa 5 Prozent ausgegraben, sodass rund 95 Prozent des Wikingerhafens noch im Boden liegen.
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