Waldemarsmauer, Mittelalterliche Befestigung in Schleswig-Holstein, Deutschland
Valdemarsmuren ist eine Befestigungsmauer, die sich über mehrere Kilometer erstreckt und aus Ziegelsteinen errichtet wurde. Die Struktur besteht aus einem massiven Hauptwall mit vorgelagertem Graben und ruht teilweise auf älteren Fundamente aus Feldsteinen.
Die Mauer entstand in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts und war eine Neuerung in der skandinavischen Befestigungsbauweise. Sie markierte den Übergang von Feldsteinen zu Ziegeln als Baumaterial für großangelegte Verteidigungsanlagen.
Die Mauer trägt den Namen König Waldemars des Großen, der diesen Abschnitt des Danevirke-Hauptwalls in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts verstärken ließ. An dänischen Volkshochschulen wurde es üblich, beim Bau neuer Gebäude einen Stein der Waldemarsmauer als Grundstein zu legen.
Ein restaurierter Abschnitt von etwa 75 Metern Länge ist in der Nähe des Danevirke-Museums zugänglich und bietet einen guten Überblick über die originale Konstruktion. Der Standort ist leicht zu erreichen und ermöglicht es Besuchern, die Struktur sowohl von außen als auch von oben zu inspizieren.
Der Ziegel dieser Mauer war die erste Verwendung von gebranntem Ziegel im heutigen Dänemark; der heute sichtbare 80 Meter lange Abschnitt zeigt den Ziegel in Mörtel auf einem Fundament aus Feldsteinen. Seit 2018 gehört die Mauer zum UNESCO-Welterbe Haithabu und Danewerk.
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