Oderbrücke Bienenwerder, Eisenbahnbrücke an der deutsch-polnischen Grenze
Die Oderbrücke Bienenwerder ist eine Eisenbahnbrücke aus Stahlträgern, die sich 785 Meter über den Fluss erstreckt und die deutsche Stadt Oderaue mit der polnischen Stadt Cedynia verbindet. Die Konstruktion zeigt typische Merkmale von Trägern aus dieser Zeit mit ihren diagonalen Streben und Verbindungselementen, die das ganze Bauwerk tragen.
Das Bauwerk entstand 1892 als kombinierte Eisenbahn- und Straßenbrücke und wurde nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg 1957 neu errichtet. In den 1930er Jahren erfuhr es bereits eine Umgestaltung, die die Konstruktion an neue Anforderungen anpasste.
Die Brücke ist heute ein Ort der Begegnung zwischen Deutschen und Polen, wo man in wenigen Schritten von einem Land ins andere geht. Der Fußweg über die Stahlkonstruktion wirkt wie eine direkte Verbindung zwischen zwei Welten, wo Nachbarn sich treffen.
Seit 2022 können Fußgänger und Fahrradfahrer die ehemalige Eisenbahnbrücke nutzen und zwischen den Nachbargemeinden beider Länder wechseln. Der Weg ist offen zugänglich und bietet eine direkte Verbindung ohne Umwege.
Die mittlere Spannweite des Brückentragwerks misst etwa 91 Meter und war zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung die längste Konstruktion über den Oder. Diese technische Leistung zeigt, wie fortgeschritten die Ingenieurtechniken der damaligen Zeit waren.
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