Maria Königin des Rosenkranzes, Katholische Wallfahrtskirche in Burghausen, Bayern, Deutschland
Maria Königin des Rosenkranzes ist eine barocke Zentralkirche auf dem Marienberg über Burghausen, erbaut 1760 bis 1764 vom Trostberger Marktmaurermeister Franz Alois Mayr. Der Grundriss ist ein einbeschriebenes griechisches Kreuz von 24,65 m Länge, 23,20 m Breite und 21,28 m Höhe, mit zwei konkaven Türmen und flachen Kupferzeltdächern. Der westliche Aufgang hat fünf Absätze zu je zehn Stufen, dem Rosenkranzgebet nachempfunden.
Eine Kapelle auf dem Marienberg ist bereits 1145/1146 belegt, als ein Zisterzienserkloster von Schützing nach Raitenhaslach verlegt wurde; 1203 übertrug Erzbischof Eberhard II. von Salzburg die Pfarrei dem Kloster. Eine am 7. August 1244 geweihte Kirche wurde 1398 erweitert, und die Wallfahrt wuchs, nachdem Landshuter Dominikaner 1627 eine Rosenkranzbruderschaft gründeten. Abt Emanuel II. legte am 27. September 1760 den Grundstein; der Trostberger Marktmaurermeister Franz Alois Mayr erbaute sie, und Fürsterzbischof Sigismund von Schrattenbach konsekrierte sie am 1. Mai 1765. Nach der Säkularisation war sie 1806 zum Abbruch bestimmt, doch der Besuch Kronprinz Ludwigs 1812 sicherte ihren Erhalt; am 15. Januar 1815 wurde sie als Filialkirche wieder dem Gottesdienst übergeben.
Die Deckenmalereien stammen von Johann Martin Heigl, einem Schüler Johann Baptist Zimmermanns, und sind alle dem Rosenkranzthema gewidmet. Das Kuppelgemälde verbindet vier Schauplätze: die Kirche als Schiff, einen Leuchtturm, einen Garten und die Himmelspforte. Die Seitenfresken zeigen die Geheimnisse des freudenreichen Rosenkranzes.
Der westliche Aufgang zur Kirche besteht aus fünf Absätzen zu je zehn Stufen, dem Rosenkranzgebet nachempfunden; die Treppenwangen tragen umgedrehte romanische Pilaster mit Kugeln. Die Kirche liegt auf dem Marienberg über Burghausen und ist von einem Friedhof umgeben. Im Stadtmuseum Burghausen ist ein etwa 81 cm hohes Baumodell der Kirche von um 1759/1760 erhalten, das die geplanten hohen Turmbekrönungen zeigt.
Im Stadtmuseum Burghausen ist ein etwa 81 cm hohes Holzmodell der Kirche von um 1759/1760 erhalten. Es zeigt die geplanten hohen Turmabschlüsse und, nach Abnahme der Westfassade, die gesamte Innenausstattung: Hochaltar, Oratorien und Kanzeln dreidimensional, die Deckenfresken über einen Spiegel sichtbar.
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