St. Hildegard in der Au, Katholisches Kirchengebäude in Nippes, Deutschland
St. Hildegard in der Au ist ein katholisches Kirchengebäude im Stadtteil Nippes mit einer nahezu quadratischen Grundform und zwei parabolisch gerundeten Ecken an einer Straßenkreuzung. Das Innere wird durch kleine quadratische Fenster in der Fassade beleuchtet, die das Licht in bestimmten Mustern in den Raum lenken.
Die Pfarrei St. Hildegard in der Au wurde am 4. August 1959 gegründet, der Grundstein am 29. Mai 1960 gelegt. Die von Stefan Leuer entworfene Kirche wurde am 3. Dezember 1961 geweiht. Am 20. September 2020 wurde sie außer Dienst gestellt und soll zugunsten sozialen Wohnungsbaus abgerissen werden.
Der Namensteil „in der Au“ verweist auf die Schrebergartenanlage, auf deren Grundstück die Kirche errichtet wurde. Die Hildegard-Figur in der Nische über dem Portal, geschaffen von Jochem Pechau, hält ihre Symbole Buch und Rose in der Hand. Hinter dem Altar schmücken Gobelins die Wand, die das Motto „Scivias“ („Wisse die Wege“) der Hildegard von Bingen illustrieren.
Das Gebäude befindet sich an einer Straßenkreuzung im Stadtteil Nippes und ist daher leicht zu finden und erreichbar. Da es sich um ein ehemaliges Kirchengebäude handelt, sollten Besucher vor einem Besuch prüfen, welche Funktionen es aktuell erfüllt oder welche Zugang möglich ist.
Die 142 kleinen quadratischen Fenster sind nicht gleichmäßig verteilt: Sie beginnen mit einer farbigen Scheibe hinter Altar und Orgelempore, folgen dann zwei, drei und vier übereinander und reichen an den seitlichen Ecken bis zum Boden hinunter. Die entstehende Kurve entspricht den Parabelwänden. Der Glockenturm wiederholt die Öffnungen an seinem oberen Ende.
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