Massaker von Kilianstädten, Massengrab und archäologische Fundstätte in Schöneck-Kilianstädten, Deutschland.
Die fosa común de Kilianstädten ist eine Grabstätte und archäologische Fundstelle in Schöneck-Kilianstädten, etwa 20 Kilometer nordöstlich von Frankfurt am Main. Die Grube enthält die Überreste von 26 Menschen unterschiedlichen Alters, die in einem schmalen, länglichen Raum beigesetzt wurden.
Die Bestattung geht etwa 7000 Jahre zurück und steht in Verbindung mit der Linearbandkeramik-Kultur, einer frühen bäuerlichen Gesellschaft des Neolithikums. Die Art der Verletzungen an den Skeletten deutet auf ein gewaltsames Ende für die gesamte Gruppe hin.
Der Name Kilianstädten verweist auf den Heiligen Kilian, wobei die Fundstelle selbst aus einer Zeit lange vor der christlichen Namensgebung des Ortes stammt. Heute dient der Ort als Referenzpunkt für Forschungen zur frühen Bandkeramik und zeigt, wie Gewalt in jungsteinzeitlichen Gemeinschaften dokumentiert werden kann.
Die Fundstelle wurde während Straßenbauarbeiten entdeckt und ist heute Teil eines Forschungsprojekts, das sich mit früher Gewalt in sesshaften Gesellschaften befasst. Besucher können die wissenschaftliche Bedeutung des Ortes nachvollziehen, auch wenn keine sichtbaren Überreste vor Ort zugänglich sind.
Bei der Untersuchung fiel auf, dass keine Personen im Alter zwischen 9 und 15 Jahren gefunden wurden, eine Lücke, die Fragen zur Zusammensetzung der Gruppe aufwirft. Die Skelette weisen außerdem Verletzungsmuster auf, die auf gezielte Gewaltanwendung hindeuten.
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