Massaker von Kilianstädten, Massengrab und archäologische Fundstätte in Schöneck-Kilianstädten, Deutschland.
Das Massaker von Kilianstädten ist ein jungsteinzeitliches Massengrab im Ortsteil Kilianstädten der Gemeinde Schöneck im Main-Kinzig-Kreis. Die Knochen lagen in einer V-förmigen Grube von 30 bis 100 Zentimetern Breite und 7,50 Metern Länge, vermutlich Teil eines zwei Hektar umfassenden Grabensystems. Die Stelle ist heute vom Widerlager einer Brücke über die L 3008 überbaut; daneben steht eine Infotafel mit Fotos der Ausgrabung.
Die Bestattung geht etwa 7000 Jahre zurück und steht in Verbindung mit der Linearbandkeramik-Kultur, einer frühen bäuerlichen Gesellschaft des Neolithikums. Die Art der Verletzungen an den Skeletten deutet auf ein gewaltsames Ende für die gesamte Gruppe hin.
Der Name Kilianstädten geht auf den heiligen Kilian, den Ortspatron, und die alte Endung für eine Siedlung zurück; die Grube selbst ist rund 7000 Jahre alt. Die Infotafel am Feldrand, überschrieben „...ogischen Ausgrabungen 2006“, zeigt unter der Überschrift „Bandkeramische Körper“ vier beschriftete Fotos der Grabungsschnitte und Skelette.
Die Grube lag unter dem heutigen Widerlager der Brücke über die L 3008 auf der bebauten Seite Kilianstädten, unweit der Straße Neuer Weg; da es eine Notgrabung war, wurden nur die wichtigsten Befunde dokumentiert. Eine weiße Infotafel auf einem Metallpfosten am Rand eines grünen Feldes trägt deutschen Text mit der Überschrift „...ogischen Ausgrabungen 2006“, dazu vier beschriftete Fotos von Gräben und Skeletten unter der Überschrift „Bandkeramische Körper“. Im Boden ist nichts mehr zu sehen.
Bei der Untersuchung fiel auf, dass keine Personen im Alter zwischen 9 und 15 Jahren gefunden wurden, eine Lücke, die Fragen zur Zusammensetzung der Gruppe aufwirft. Die Skelette weisen außerdem Verletzungsmuster auf, die auf gezielte Gewaltanwendung hindeuten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.042 Mitwirkenden weltweit.